Ein Leben für die Revolution

Vor 50 Jahren wurde Che Guevara in Bolivien auf Befehl der CIA ermordet Von Volker Hermsdorf»Che hat mir den Weg gewiesen«, beendet der heute 83jährige Schweizer Soziologe Jean Ziegler gern eine Anekdote über ein Gespräch mit Ernesto Guevara. Ziegler war während einer Weltzuckerkonferenz in Genf im ...

weiterlesen

Anmerkungen zu den Jahresberichten 2012 – 2016 der Sparkasse Gießen

Bilanzsumme, Kassenbestand, Guthaben Bundesbank: Gegenüber 2015 ist die Bilanzsumme um 19 Mio. € auf 2,15 Mrd. € gestiegen, das sind 0,9%. Der Kassen­bestand hat sich von 25,5 Mio. € auf 27,1 Mio. € erhöht. Das Guthaben bei der Deutschen Bundesbank ist trotz der Strafzinsen von 16,4 ...

weiterlesen

Georg Fülberth: Wieder mal September - Nach den Bundestagswahlen

Bei der Reichstagswahl am 14. September 1930 stieg die NSDAP, die 1928 nur 2,6 v. H. der Stimmen erhalten hatte, auf 18,3. Am 24. September 2017 kam die AfD auf 12,6 Prozent. 1930 war Weltwirtschaftskrise, 2017 ist Boom. Damals stand Deutschland – nach Versailles – ziemlich ...

weiterlesen

AfD: National und Neoliberal

Alexander Gauland würde es am liebsten mit Christian Lindner machen - falls sich die Gelegenheit ergeben sollte, versteht sich. Der smarte FDP-Posterboy[1] sei sein bevorzugter Koalitionspartner, erklärte[2] der greise - aber offensichtlich immer noch rüstige - Spitzenpolitiker der AfD gegenüber Medienvertretern rund eine Woche vor ...

weiterlesen

70 Prozent der Deutschen für das Abkommen zum Verbot von Atomwaffen

Ab dem 20. September können die Staaten dem Vertrag beitreten, die Bundesregierung boykottierte wie die anderen Nato-Staaten die Verhandlungen bei den Vereinten Nationen Am 20. September wird der Vertrag zum Verbot von Atomwaffen, den 122 Staaten beschlossen haben, von UN-Generalsekretär António Guterres zur Unterschrift frei gegeben. ...

weiterlesen

AfD: Trübe Finanzquellen

Die AfD ist im Bundestagswahlkampf sehr präsent. Nicht nur in den Massenmedien, wo etwa der wegen Volksverhetzung angezeigte Alexander Gauland weiterhin Talkshow-Dauergast ist, sondern auch im Straßenwahlkampf. Dem unbedarften Beobachter stellt sich natürlich unweigerlich die Frage, woher all das viele, viele Geld herkommt, das die AfD ...

weiterlesen

can`t be silent

Konzert & Film zum Tag des Flüchtlings 28. Sept., 18:30 Uhr, Einlass 18 Uhr, im ehem. Roxi-Kino Gießen am Ludwigsplatz, Eintritt frei! Eine Veranstaltung der THM

weiterlesen

Win-Win Diesel

Finanzinvestoren schielen auf Auto-Aktien: Bis der Elektromotor kommt, lässt sich verdienen Schöpferische Zerstörung: Dieser Begriff, den im vorigen Jahrhundert der Ökonom Joseph A. Schumpeter in die Sprache seiner Wissenschaft einführte, benennt die Ersetzung veralteter Produkte und Verfahren durch modernere. Kapital, das in ihnen angelegt war, wird ...

weiterlesen

Ende Gelände schafft ein Klima der Gerechtigkeit

Tausende protestierten bei Aktionstagen gegen Braunkohle In den letzten zwei Tagen blockierten tausende Ende Gelände-Aktivist*innen die Gleise, auf der das Kraftwerk Neurath mit Braunkohle versorgt wird. Die Aktivist*innen forderten Klimagerechtigkeit und den sofortigen Braunkohleausstieg. Am Freitag wurden die Kohlebahn über neun Stunden besetzt. Am Samstag wurden ...

weiterlesen

ROG: Verbot von linksunten.indymedia ist rechtsstaatlich fragwürdig

Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert das Vorgehen des Bundesinnenministeriums beim Verbot der als linksextremistisch eingestuften Website linksunten.indymedia.org als rechtsstaatlich gefährliche Entwicklung. „Aufrufe zu Gewalt sind inakzeptabel – sie müssen gelöscht und ihre Urheber bestraft werden. Aber Pressefreiheit gilt auch für unbequeme, ja selbst für schwer ...

weiterlesen

Ausstellung “Aktion Reinhardt”

Wann:
30. Oktober 2017 um 11:00 – 18:00
2017-10-30T11:00:00+01:00
2017-10-30T18:00:00+01:00
Wo:
Antiquariat Guthschrift
Bahnhofstraße 26
35390 Gießen
Deutschland

Initiative gegen Antisemitismus

Die Ausstellung zeigt die Geschichte und Organisation der Vernichtung der europäischen Juden der Aktion Reinhardt.		(Foto: pm)
Die Ausstellung zeigt die Geschichte und Organisation der Vernichtung der europäischen Juden der Aktion Reinhardt. (Foto: pm)

Gießen (pm). Am Sonntag, 22. Oktober, wird im AK44 im Alten Wetzlarer Weg um 15 Uhr die Wanderausstellung »Aktion Reinhardt« eröffnet. Die Ausstellung rückt die »vergessenen« Vernichtungslager Belzec, Sobibór und Treblinka ins Zentrum ihrer Betrachtung. Als Auftakt zur dreiwöchigen Ausstellung wird Dr. Steffen Haenschen, Bildungsreferent des Stanislaw Hantz Bildungswerk, zu »Die deutschen Täter – woher sie kamen, wer sie waren und was nach dem Krieg mit ihnen geschah« referieren. Die Ausstellung wird im AK44 vom 22. bis 26. Oktober jeweils zwischen 16 und 21 Uhr zugänglich sein. Vom 30. Oktober bis 10. November ist sie im Antiquariat Guthschrift (Bahnhofstraße 26), 11 bis 19 Uhr, zu sehen.

Die Ausstellung zeigt die Geschichte und Organisation der Vernichtung der europäischen Juden der Aktion Reinhardt. Vom Herbst 1941 bis Sommer 1942 wurden über 90 Mitarbeiter der »T4«-Zentrale in Berlin nach Ostpolen geschickt. Sie waren die personelle Basis der sogenannten »Aktion Reinhardt« im Jahre 1942/1943. Im Juli 1942 beauftragte Heinrich Himmler den Lubliner SS- und Polizeiführer Odilo Globocnik mit der »Aktion Reinhardt«, der systematischen Ermordung aller Juden, die in den fünf Distrikten des Generalgouvernements Warschau, Lublin, Radom, Krakau und Lvov lebten. Der Name der Aktion bezog sich ursprünglich auf den Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Fritz Reinhardt, wurde aber von der Schutzstaffel auf den 1942 in Prag ermordeten Chef des Reichssicherheitshauptamts, Reinhard Heydrich, umgedeutet. Diese Aktion wurde noch vor der Wannsee-Konferenz von Heinrich Himmler beschlossen und hatte zur Folge, dass in den drei Vernichtungslagern Belzec, Sobibór und Treblinka fast zwei Millionen Menschen ermordet wurden – überwiegend Juden, darunter aber auch 50 000 Sinti und Roma. Der Häftlingsaufstand und das Nahen der Roten Armee beendeten das Morden dort.

Erinnerungspolitische Themen

Die Wanderausstellung nach Gießen geholt hat die Initiative gegen Antisemitismus, ein Zusammenschluss von Studierenden, die Antisemitismus und erinnerungspolitische Themen in einen gesellschaftlichen Diskurs in Gießen bringen wollen. Gerade in Zeiten von zunehmendem alltäglichem Antisemitismus, Verbreitung von Fake News und Geschichtsrevisionismus ist es ihnen ein Anliegen, den Holocaust und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem wieder mehr zu thematisieren. Die Ausstellung des Bildungswerks Stanislaw Hantz wird in Kooperation mit dem Referat für Antirassismus und Antifaschismus gezeigt und soll Auftakt der Initiative für weitere Veranstaltungen sein.