Wie viele sachgrundlos befristete Beschäftigungsverhältnisse beim Landkreis?

In den drei Jahren von 2014 bis 2016 wurden im Landkreis Marburg-Biedenkopf von insgesamt 267 Beschäftigten 248 als befristet Beschäftigte eingestellt. Dies ist vor allem deswegen dramatisch, weil es sich meist um Menschen jüngerer Generationen handelt, die in der dadurch begründeten sozialen Unsicherheit nur schwer ...

weiterlesen

Wie die Sparkasse ihre Gewinne klein rechnet

Seit vielen Jahren gibt es öffentliche Diskussionen darüber, dass die Sparkasse Gießen an ihre Träger, die Städte, Gemeinden und den Landkreis, nur bescheidene Beträge ihres Jahresergebnisses ausschüttet (gut 10 Prozent seit 2015), in den Jahren zuvor hat sie darauf ganz verzichtet. „Ist dies schon ein ...

weiterlesen

Eintracht lehnt Mitgliedsanträge von AfD-Landessprechern ab

Frankfurt am Main. Das Präsidium von Eintracht Frankfurt hat die Mitgliedsanträge der hessischen AfD-Landessprecher Robert Lambrou und Klaus Herrmann abgelehnt. Der Verein bestätigte am Freitag eine entsprechende Mitteilung der Rechtspartei, die sogleich gegen den Fußballverein lospolterte. So kritisierte Lambrou die Ablehnung der Mitgliedschaft als »mutlose ...

weiterlesen

Koalitionsvertrag – Signal des Scheiterns?

Der in zähen Verhandlungen entstandene Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD trägt den Titel: »Ein neuer Aufbruch für Europa. Eine neue Dynamik für Deutschland. Ein neuer Zusammenhalt für unser Land.« Es ist bezeichnend, dass die einsetzende Kritik die pro-europäische Ausrichtung weitgehend ignoriert. Die dem Koalitionsvertrag unterliegende Analyse ...

weiterlesen

Protest gegen Erdogans Angriffskrieg

In diversen Städten fanden Demonstrationen gegen den Einmarsch türkischer Truppen in Syrien statt Kurdische Exilverbände hatten für Sonnabend zu einem internationalen Aktionstag gegen den Krieg in Afrin aufgerufen. Seit 20. Januar greifen Truppen Ankaras im Bündnis mit islamistischen Milizen die mehrheitlich kurdische Provinz im Norden Syriens ...

weiterlesen

2,7 Millionen bekommen weniger als den Mindestlohn

2,7 Millionen Arbeitnehmer arbeiteten im Jahr 2016 für Gehälter unterhalb des Mindestlohns, wie eine neue Studie zeigt. In Betrieben ohne Betriebsrat und Tarifvertrag wird gegen das Mindestlohn-Gesetz besonders häufig verstoßen. Eine positive Entwicklung gibt es aber: Viele Geringverdiener werden seit Einführung des Mindestlohns spürbar besser bezahlt. Kellner verdienen ...

weiterlesen

Bodenwertsteuer jetzt!

Spekulation Eine Reform der Grundsteuer ist längst überfällig. Doch die beste Alternative wird von der Politik ignoriert Am Dienstag hat das Bundesverfassungsgericht erhebliche Bedenken in Bezug auf die Berechnung der Grundsteuer angemeldet. Es geht um die völlig veralteten Einheitswerte für Grundstücke, auf denen die Grundsteuer basiert. ...

weiterlesen

„Fleischatlas 2018“ veröffentlicht. Heinrich-Böll-Stiftung und BUND fordern Umbau der Tierhaltung

Die Heinrich-Böll-Stiftung, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Le Monde Diplomatique haben heute in Berlin den „Fleischatlas 2018 – Rezepte für eine bessere Tierhaltung“ veröffentlicht. Der nunmehr vierte Fleischatlas enthält zahlreiche Daten, Fakten und Grafiken zu den drängendsten Problemen der industriellen Fleischproduktion ...

weiterlesen

Jörg-Peter Jatho zu Dr. Alfred Kaufmann - Rudolf Hess

Die Sicht auf Dr. Alfred Kaufmann in Gießen Vor drei Jahrzehnten gedachten einige Gießener Historiker der Vorgänge von 1941/42 um den Kaufmann-Kreis, auch als „Gießener Freitagskränzchen“ bekannt, der damals wegen „Feindsenderhörens“ der Verfolgung von Gestapo und NS-Justiz zum Opfer gefallen war, wobei in dieser Darstellung ein ...

weiterlesen

Rote Linie: Mindestlohn in 2018 = 8,84 Euro

Trotz eines beträchtlichen Wirtschaftswachstums bleiben die Lohneinkommen zurück. Die Auftragsbücher in der Industrie, den Dienstleistungen und vor allem am Bau sind gegenwärtig voller als in normalen Zeiten. Gleichwohl steigen die Löhne nur moderat. Wichtige Gründe sind der stark angewachsene Niedriglohnsektor, ein hoher Anteil von BürgerInnen in ...

weiterlesen

Flüchtlingen helfen

regug

Tipps und Hinweise zum selber aktiv werden

Du willst etwas an der Situation der Flüchtlinge in Deutschland ändern, weißt aber nicht genau wie? Es ist nicht schwierig, wenn man weiß, welche Hilfe benötigt wird. Wir haben für dich ein paar Tipps zusammengetragen.

Selbst aktiv werden? Flüchtlingen helfen? Das ist kein Problem und dringend notwendig, denn: Die Behörden sind offensichtlich überlastet, Politiker werfen mit populistischen Forderungen um sich und Nazis laufen wieder zu Fackelmärschen auf.

 Eine Fahne auf einer Demo macht deutlich, was man über Geflüchtete denkt: Das sie willkommen sind.

Wir haben Euch ein paar Tipps zusammengestellt, wie Ihr Flüchtlingen helfen könnt und welche Hilfe benötigt wird. So könnt Ihr schauen, wo und wie Ihr Euch am besten einbringt.

Was kann man tun?

1. Wach werden und aufstehen

Der erste Schritt ist der einfachste und zugleich wichtigste: Macht Euch schlau. Wie sieht die Lage für Flüchtlinge in Deutschland und der Welt aus? Warum fliehen Menschen? Im Netz kursieren die abstrusesten Theorien und je mehr Ihr Euch mit dem Thema beschäftigt, desto häufiger werden Euch verrückte Nazi-Trolls begegnen. Daher werdet schlauer als diese Menschen und tretet ihnen mit Faktenwissen entgegen.

Eine super Broschüre in der fast alles wichtige steht von der Amadeu-Antonio-Stiftung.

Fakten gegen Vorurteile von ProAsyl

Infos über Migration findet ihr hier von Pro Asyl

Eine App mit den schlimmsten Stammtischsprüchen und Widerlegungen findet ihr hier.

Zeigt, dass ihr helfen wollt und gegen Diskriminierung seid. Dabei ist es egal, ob ihr einen Jutebeutel mit »refugees welcome« tragt oder auf eine Demo geht. Wichtig ist, dass ihr die Straßen nicht dem rechten Mob überlasst.

Vergesst aber auch nicht euer Umfeld. Teilt euer Wissen und klärt auf. Immer noch haben die meisten Menschen wenig Ahnung, wie die Realität für Flüchtlinge aussieht und bedienen sich einer Überzeugung, die man eher an den Stammtischen findet.

2. Sammelt Spenden

Die einfachste Möglichkeit Flüchtlinge zu supporten sind Spenden. Am besten – Geld. Wie, wo und wem Ihr spendet, ist dabei euch überlassen.

Spenden

Spiele, Möbel, Klamotten: Spenden sind oft gern gesehen. man sollte sich aber schlau machen, was momentan benötigt wird.

Eine Karte mit Initiativen findet ihr hier.

Schwieriger wird es mit Sachspenden. Das Geld sitzt nicht immer locker, aber Sachen, die nicht mehr benötigt werden, hat jeder. Und die Geflüchteten brauchen erst einmal viele Dinge des täglichen Bedarfs, kommen sie doch oftmals ohne Habseligkeiten in Deutschland an. Dennoch solltet Ihr euch erst einmal schlau machen, bevor Ihr eure Kisten packt. Ruft vorher bei den Organisationen an, die Sachspenden annehmen und fragt, was überhaupt benötigt wird und wo ihr die Sachen hinbringen sollt.

Wendet Euch an eure Stadt, eure Gemeinde, der Ausländerbehörde oder fragt direkt bei Flüchtlingsunterkünften nach, welche Materialien gerade benötigt werden. Diese Behörden sind in Deutschland für die Geflüchteten verantwortlich, sie sollten euch insgesamt sagen können, wie Ihr euch einbringen könnt.

Liste von möglichen Sachspenden

3. Hilf einem Flüchtling

Aus dem Krieg geflohen, eine riskante Flucht hinter sich, stehen Geflüchtete in Deutschland meist vor neuen Problemen: Behördengänge, Sprachbarriere und mangelnde Kenntnisse der deutschen Kultur oder einfach noch fehlende Freunde in der neuen Umgebung. Meldet Euch bei den zuständigen Behörden, den Initiativen vor Ort oder direkt bei den Flüchtlingsunterkünften und fragt nach, welche Strukturen vorhanden sind, um mit Geflüchteten in Kontakt zu kommen.

Deutsch lernen

Lernen muss nicht nur anstrengend sein. Deutschkurse sind praktisch und können Spaß machen.

Flüchtlinge zu Behörden begleiten:

Wer hat schon Lust aufs Amt zu gehen. Und jetzt versuch dich in die Lage zu versetzen, in einem fremden Land sich mit einem bestens gelaunten Beamten herumzuschlagen… Viele Geflüchtete haben große Probleme, ihre Anliegen ohne Hilfe vorzutragen und sei es nur wegen der Sprache: Dolmetscher werden hier also jeder Zeit benötigt. Ihr braucht kein Arabisch-Profi sein, in den meisten Fällen reichen englische oder französische Sprachkenntnisse. Oft reicht es sogar Briefe gemeinsam zu lesen und Antworten darauf zu formulieren.

Unterstützung im Alltag

Aber auch Einkaufen gehen, Arztbesuche oder Möbelkauf kann man zusammen leichter erledigen. Viele Städte bieten dafür sogar Lehrgänge, die Wissen über die Bedürfnisse der Geflüchteten vermitteln. Wie bei den meisten Punkten gilt auch hier: Mach dich bei den Behörden schlau, geh bei den Flüchtlingsunterkünften vorbei und frag einfach nach.

Deutschlehrer*in werden

Sprache ist wichtig um in einer Gesellschaft teilnehmen zu können. Auch wenn man sich in Deutschland ganz gut auch auf Englisch durchschlagen kann, ist es doch gut, die Landessprache zu beherrschen. Ihr könnt bei der Vermittlung der Sprachkenntnisse helfen. Und keine Sorge: Eine Lehrerausbildung benötigt Ihr hierfür nicht. Es geht viel mehr darum, Grundlagen zu vermitteln, mit den Menschen zu sprechen um ihr Verständnis für die Sprache zu verbessern.

4. Einen Wohnplatz anbieten oder sogar Pate werden

Die Unterbringung vieler Geflüchteter ist katastrophal. Viel zu kleine Räume, viel zu viele Menschen in einem Zimmer. In den Erstaufnahmen leben viele sogar in Zelten oder Containern. Aber auch danach geht es in Unterkünfte, die häufig am Stadtrand liegen oder in sozialen Brennpunkten. Um dem entgegenzuwirken, kann man auch ein Zimmer oder eine Wohnung Geflüchteten anbieten.

Flüchtlinge

Warum nicht ein Flüchtling in der WG aufnehmen?

Was man bedenken sollte, wenn man Wohnraum bereitstellen will, hat Pro Asyl hier aufgeschrieben.

Wer ein Zimmer in seiner WG anbieten möchte, kann sich auf dieser Seite schlau machen.

Ein noch größerer Schritt ist es Pate zu werden. Häufig schaffen alte und kranke Menschen nicht die Flucht. Zwar dürfen Flüchtlinge ihre Familie nachholen, brauchen dafür aber einen gutverdienenden Verpflichtungsgeber, der sich bereit erklärt, ein Leben lang für den Unterhalt dieser Menschen aufzukommen. Diese strenge Regel schreckt viele Menschen ab. Solltest du dich dennoch dafür entscheiden, suche dir unbedingt rechtlichen Rat.

Solltest du die Idee gut finden und Menschen, die sich dafür entscheiden, unterstützen wollen, findest du hier eine Möglichkeit dich mit Spenden an dem Projekt für syrische Flüchtlinge zu beteiligen.

5. Werdet kreativ

Du spielst gerne Fußball? Beherrschst die Violine wie kein Zweiter? Du kochst gerne mit Freunden? Du wolltest schon immer mal deine Spiegelreflex ausprobieren? Flüchtlinge sind Menschen, die aus großer Not geflohen sind. Sie brauchen in Deutschland Hilfe. Sie bleiben in ihrer Not aber Menschen, die lachen wollen, die spielen wollen, die reden wollen. Flüchtlinge wollen leben so wie du und ich. Also warum sollte man sie nicht einfach daran beteiligen. Macht selber Gruppen auf. Tut euch mit Freunden zusammen.

Flüchtlinge Fußball

Man kann sein Hobby auch nutzen um mit Flüchtlingen zusammenzukommen – zum Beispiel beim Fußball spielen.

Eine Broschüre zu Fußball mit Flüchtlingen – mit Infos und rechtlichen Tipps für Vereine.

Ationen auf einen BlickAuf der Internetseite wie-kann-ich-helfen.info findet man alles Wissenwerte zu dem Thema »aktiv werden«. In einem ehrenamtlichen Projekt wurden unzählige Projekte zusammengetragen und in eine übersichtlichen Karte eingetragen. Auch wertvolle Ratschläge findet man auf der Hompage, sowie ständig die wichtigsten Neuigkeiten.

Jan Brock, nd, 12.08.15