Zwangsarbeiter:innen im Landkreis Gießen - Vor dem Vergessen bewahren!

Am 22. Juni 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Verbunden damit war die weitere Steigerung der Rüstungsproduktion bei gleichzeitiger Rekrutierung aller wehrfähigen Männer; möglich war dies nur durch die Intensivierung der Zwangsarbeit, insbesondere durch Deportation vorwiegend junger Menschen aus allen von der Wehrmacht besetzten ...

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Zum Tod von Esther Bejarano: Mir lebn ejbig

Unter dieser Überschrift informierte die Familie von Esther Bejarano und das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. über das Ableben der 96-jährigen Antifaschistin. Wir dokumentierten diese Information und verweisen zugleich auf die Stellungnahme Vereinigung der Verfolgten des Naziregimmes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), deren Ehrenpräsidentin ...

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Kemmerich-Moment im Stadtrat Chemnitz

Rechter Block verhindert linke Sozialbürgermeisterin In Chemnitz haben CDU und FDP gemeinsam mit der AfD und der rechtsextremen Gruppierung Pro Chemnitz die Wahl der Linkspolitikerin Susanne Schaper zur Sozialbürgermeisterin blockiert. Bei der Abstimmung im Stadtrat erhielt die 43-Jährige 28 Stimmen und damit ebenso viele wie ihr ...

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Trotz Bedenken: Linkes Bündnis stimmt Koalitionsvertrag zu

Die Mitglieder und Freunde des Linken Bündnisses (LiBü) trafen sich kurzfristig in einem Garten an der Lahn, um den Vertrag der neuen Gießener Koalition von Grünen, SPD und Gießener Like zu beraten. Nicht verstanden wurde allgemein, dass dieser nun endlich vorliegende Vertrag erst in letzter Minute ...

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Der Gewerkschafter und Sozialist Pedro Castillo wird Präsident in Peru: »Nie mehr arm in einem reichen Land«

Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie hat Anfang Juni in Peru die Stichwahl über den künftigen Staatspräsidenten stattgefunden. Der Albtraum der Fujimoristas wurde wahr: Der Gewerkschafter und Sozialist Pedro Castillo (51), Kandidat der marxistischen Partei »Perú libre«, erreichte nach Abschluss der Stimmenauszählung 50,125% der Stimmen. Mit einer ...

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Grünen-Spitze entsorgt weitere friedenspolitische Positionen: Olivgrüne Aufrüstung

Aufgrund hoher Umfragewerte gelten Bündnis 90/Die Grünen als Regierungspartei in spe. In welcher bundespolitischen Konstellation auch immer: An ihnen kommt niemand mehr vorbei. Prospektiv stellt sich die Grünen-Spitze darauf ein, so auch außen- und militätpolitisch. Robert Habeck plädierte nach einem Gespräch mit dem ukraninischen Präsident Wolodimir ...

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Kasse machen mit Niedrigzinsen?

Der absehbare Anleiheausfall von bis zu zehn Millionen Euro bei der Stadt Gießen sei mehr oder weniger eine direkte Folge der Negativzinspolitik der Banken, betont der Fraktionsvorsitzende der Linken im Gießener Kreistag, Reiner Hamel. Alle Kommunen müssten mittlerweile selbst für ihre Tagesgeschäfte, die sie über ...

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Zwangarbeiter in Landkreis - Vor dem Vergessen bewahren

Am 22. Juni 1941 jährt sich  zum 80. Mal der Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion. Von dort wie aus anderen besetzten Ländern wurden Millionen Menschen zur Zwangsarbeit gezwungen. In Unternehmen, aber auch in der Landwirtschaft. Auch in Mittelhessen. Der Wettenberger Dieter Bender arbeitet an ...

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Stimme des Widerstands

Zum Tod des kolumbianischen FARC-Comandante Jesús Santrich Von Julieta Daza, CaracasIn der Mitteilung der linken Guerillaorganisation »FARC-EP – Zweites Marquetalia«, mit der am Dienstag die Ermordung des Comandante bestätigt wurde, heißt es: »Santrich ist frei gefallen, frei, wie er sein wollte. Frei träumend von einem neuen Kolumbien ...

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WTO - Freigabe der Patente für Covid 19

Über 100 Nationen haben sich der indisch-südafrikanischen Initiative in der Welthandelsorganisation WTO angeschlossen. Es geht um die Freigabe der Patente für Covid-19-Impfstoffe, um die Immunisierung der Weltbevölkerung durch deren weltweite Produktion zu beschleunigen. »Wenn das letzte Jahr uns eines gelehrt hat, dann dies: dass die Bedrohungen ...

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Humanitäre Katastrophe in Indien – faschistoides Modi-Regime hauptverantwortlich

neu

Die Positivrate bei Testungen liegt derzeit bei rund 25 Prozent. Doch gehen Schätzungen davon aus, dass nur 5 Prozent der realen Ansteckungen überhaupt entdeckt werden. Demnach infizieren sich derzeit täglich rund sieben Millionen Menschen neu. Auch die offiziellen Todeszahlen müssen nach diesen Schätzungen mit dem Faktor 10 multipliziert werden.

 

Patienten in kritischem Zustand sterben in Warteschlangen auf der Straße, weil es an Krankenhausbetten oder medizinischem Sauerstoff fehlt. In Neu-Delhi musste das Krematorium für die Masseneinäscherung von Covid-19-Toten umgewandelt werden.

 

Die indische Regierung beschuldigt die Bevölkerung, die sich nicht an Schutzmaßnahmen gehalten habe. Doch die wesentliche Schuld trägt die faschistoide Regierung unter dem faschistischen Ministerpräsidenten Narendra Modi selbst.

“Händler des Todes”

In einer Erklärung schreibt die ICOR-Partei CPI-ML Red Star Indien: „Während Indien in die ‘Covid-Hölle’ hinabsteigt, entpuppt sich die Impfpolitik des Modi-Regimes als ‘Händler des Todes’.“ So hat das Modi-Regime in Übereinstimmung mit seiner faschistischen, konzernfreundlichen Ausrichtung die Produktion, die Preisgestaltung, das Marketing und den Vertrieb von Covid-Impfstoffen im Hauptproduktionsland Indien dereguliert, indem es die Regierungen der Bundesstaaten und die Krankenhäuser zwang, Impfstoffe zu Preisen zu beschaffen, die von den Pharmakonzernen festgelegt wurden. Das führte dazu, dass neue Wege des Schwarzmarktes, des Hortens und des Ausschlusses der großen Mehrheit der armen und schwachen Bevölkerungsgruppen von der Impfung eröffnet wurden.

 

Hatte die indische Regierung zu Beginn der Pandemie einen harten Lockdown verhängt, ohne sich auch nur ein bisschen um die drastischen Auswirkungen auf die Massen zu scheren, hat sie seit Beginn des Jahres völlig umgeschwenkt. Voreilig wurde der Sieg über die Pandemie verkündet. Auf Druck der indischen Monopole wurden große Sportveranstaltungen, Feiern und Geschäftstätigkeit zugelassen. Auch zu Beginn der jetzigen Welle hat die Regierung das nicht zurückgenommen.

“Kriminelle Lethargie”

Die CPI ML Liberation aus Indien kritisiert, „dass die Modi-Regierung, die den Lockdown einseitig verhängte, es völlig versäumt hat, medizinische Einrichtungen, Testkapazitäten, Intensivbetten und Sauerstoffeinrichtungen aufzubauen. Im Oktober wurde mit viel Tamtam der Bau von Sauerstoffanlagen in 150 Distrikten in ganz Indien angekündigt. Eine Untersuchung der Nachrichten-Website Scroll hat ergeben, dass es allein acht Monate dauerte, bis die Ausschreibungen veröffentlicht wurden. … Diese kriminelle Lethargie hat in der zweiten Welle Hunderte von Menschenleben gekostet, die auf der Suche nach Sauerstoff buchstäblich vor den Toren der Krankenhäuser verrecken.“

 

Trotz des Wissens um die Möglichkeit einer neuen Pandemie-Welle haben die Modi-Regierung und die Regierungspartei BJP den Bundesstaat Westbengalen in einen komplizierten Wahlkampf gestürzt. Sie ließen Wahlversammlung zu, bei der Millionen Menschen für die Dauer von fast einer Woche zusammenkamen. Diese wurde offenbar zu einem zentralen Hotspot der Pandemie.

Hochentwickelte Impfstoffproduktion – für den Export

Auch hat die Regierung keine Impfstoffe im Ausland bestellt, sondern sich auf die einheimische Produktion verlassen. Diese ist in Indien zwar hochentwickelt, das meiste davon geht jedoch umgekehrt in den Export.

 

Linke Parteien, darunter die CPI ML Red Star, fordern einen effektiven Ausbau der öffentlichen Gesundheitsinfrastruktur, um eine neue Pandemiewelle bewältigen zu können, sowie die Gewährleistung eines Sicherheitsnetzes in Form von wirtschaftlicher Unterstützung und Lebensmittelrationen für Wanderarbeiter und Arme auf dem Land. Die Regierung hat nichts von alledem getan.

 

Auf der Homepage der CPI ML (New Democracy) wurde am 16. April eine Erklärung der Gewerkschaft IFTU (Indische Föderation der Gewerkschaften) veröffentlicht: „Während sich die Situation zu verschlimmern droht, raten die medizinischen Berater der Zentralregierung den Menschen, zu Chawanprash (Kräuter aus der Aywerda-Medizin) zu greifen, während Minister der Zentralregierung in großen Zentren behandelt werden.“

Die IFTU stellt folgende Forderungen auf:

“Freie Zugfahrt für Arbeiter, die nach Hause fahren! Eine ausreichende Anzahl von Schnellzügen, um eine sichere Fahrt zu ermöglichen! Die Regierungen müssen sicherstellen, dass die Löhne an die Arbeiter in allen Betrieben in allen Städten gezahlt werden, in denen Einschränkungen der Arbeitszeiten oder vollständige Schließungen angekündigt werden. Hausangestellte müssen in solche Berechnungen eingezogen werden! Freie medizinische Versorgung für alle! Freie und angemessene Verteilung von gekochten Lebensmitteln in allen Industriegebieten, in allen Arbeiterbezirken, wo immer die Arbeit eingeschränkt wurde!”
Noch ist nicht sicher, welche Rolle die neue Variante „B1.617“ für die Verbreitung spielt. Aber sicher ist, dass die faschistoide Politik von Modi eine Ursache der Verbreitung ist.

 

Auffallend ist, dass gerade in Ländern mit einer faschistoiden oder faschistischen Regierung die Coronazahlen explosiv steigen, weil die Gefährlichkeit einfach heruntergespielt bis abgelehnt wird. Diese extrem menschenfeindliche Politik führte beziehungsweise führt auch in den USA und Brasilien zu verheerenden Opferzahlen