Mordverdacht abgebügelt

17.11.2017: Mordverdacht abgebügelt (Tageszeitung junge Welt)// $(document).ready(function() { $('.MagPopup').magnificPopup({type:'image',delegate:'a'}); }); // ]]> Feuertod von Oury Jalloh: Justiz auf Landes- und Bundesebene will nicht gegen Dessauer Polizisten ermitteln 17.11.2017: Mordverdacht abgebügelt (Tageszeitung junge Welt)// $(document).ready(function() { $('.MagPopup').magnificPopup({type:'image',delegate:'a'}); }); // ]]> Nachdem junge Welt in der Montagausgabe zuerst über neue Entwicklungen im Fall Oury Jalloh berichtet ...

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AfD demaskiert sich selbst

Partei stimmt keiner Vorlage für die Schaffung sozialen Wohnraums zu Man hätte erwarten können, dass eine Partei wie die AfD, die im Wahlkampf und in ihrem öffentlichen Auftreten immer wieder eine vermeintliche Benachteiligung deutscher Bürgerinnen im sozialen Bereich und auch gerade auf dem Wohnungsmarkt beklagte, dem ...

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Militarisierung der EU

Kooperationsvereinbarung »Pesco« Am Montag haben sie 23 der 28 EU-Staaten unterzeichnet: Die Notifizierungsurkunde für »Pesco«, die »Ständige Strukturierte Zusammenarbeit« (»Permanent Structured Cooperation«) der EU. »Pesco« – das klingt neutral, ganz so, wie wenn es um Alltägliches ginge, um Dinge wie IBAN, Gema oder BAföG. Tatsächlich aber ...

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Paradise Papers: Neue Enthüllungen über Schattenfinanzplätze: Endlich Eigentümer/innen und Steuerdaten von Unternehmen veröffentlichen

blog steuergerechtigkeit Pressemeldung Netzwerk Steuergerechtigkeit und Tax Justice NetworkBerlin, 6.11.2017 – Das Netzwerk Steuergerechtigkeit und das Tax Justice Network zeigen sich erschüttert über die neuen Enthüllungen aus den Paradise Papers. Offshore-Steuerflucht macht die Armen ärmer und die Reichen reicher. Sie verschärft die ohnehin zu hohe Ungleichheit. ...

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Polizei beendet Demonstration in einer Bürgerkriegsübung

Am Samstag in Düsseldorf: Kämpferische Demonstration von der Polizei aufgelöst (rf-foto) Mit den Losungen: „NO PASARAN - Kein Fußbreit dem Faschismus! Schluss mit den Verboten kurdischer und demokratischer Organisationen aus der Türkei! Freiheit für Abdullah Öcalan und alle politischen Gefangenen” zogen bis zu 20.000 Demonstranten durch ...

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Verdient der Reaktionär und Antisemit Luther einen Feiertag?

"Reformationstag 2017 - über diesen Feiertag freut sich ganz Deutschland", heißt es in der Schlagzeile einer Münchner Boulevardzeitung[1]. Sie bezieht sich auf den Reformationstag 2017, der wegen Luthers 500sten Geburtstag in diesem Jahr bundesweit Feiertag ist. Wenn sich die Behauptung verifizieren ließe, wäre das ein ...

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Börsen im Höhenrausch – die Fieberkurve im Finanzsystem steigt

Die Börsen boomen, die Kurse eilen von Rekord zu Rekord. Der US-Aktienindex Dow Jones stieg  vergangene Woche zum ersten Mal über 23.000 Punkte, der japanische Nikkei erreichte mit über 21.000 Punkten den höchsten Stand seit 21 Jahren, der DAX überschritt zum ersten Mal die Marke ...

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Ein Leben für die Revolution

Vor 50 Jahren wurde Che Guevara in Bolivien auf Befehl der CIA ermordet Von Volker Hermsdorf»Che hat mir den Weg gewiesen«, beendet der heute 83jährige Schweizer Soziologe Jean Ziegler gern eine Anekdote über ein Gespräch mit Ernesto Guevara. Ziegler war während einer Weltzuckerkonferenz in Genf im ...

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Anmerkungen zu den Jahresberichten 2012 – 2016 der Sparkasse Gießen

Bilanzsumme, Kassenbestand, Guthaben Bundesbank: Gegenüber 2015 ist die Bilanzsumme um 19 Mio. € auf 2,15 Mrd. € gestiegen, das sind 0,9%. Der Kassen­bestand hat sich von 25,5 Mio. € auf 27,1 Mio. € erhöht. Das Guthaben bei der Deutschen Bundesbank ist trotz der Strafzinsen von 16,4 ...

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Georg Fülberth: Wieder mal September - Nach den Bundestagswahlen

Bei der Reichstagswahl am 14. September 1930 stieg die NSDAP, die 1928 nur 2,6 v. H. der Stimmen erhalten hatte, auf 18,3. Am 24. September 2017 kam die AfD auf 12,6 Prozent. 1930 war Weltwirtschaftskrise, 2017 ist Boom. Damals stand Deutschland – nach Versailles – ziemlich ...

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Jean Ziegler: Die Revolution wird kommen

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Momentaufnahme Jean Ziegler ist Globalisierungskritiker. Diether Dehm sprach mit ihm über Kapitalismus, Armut und Menschenrechte. Eine Zusammenfassung

Jean Ziegler gilt als einer der bekanntesten Globalisierungskritiker. Wegen massiver Kritik an westlicher Politik, Wirtschaft und Finanzwesen wurde er in fünf Ländern verklagt. „Diese Prozesse waren Momente des Kampfes, und dieser Kampf wird fortgeführt,“ sagt Ziegler heute. Eine ganze Reihe derer, die ihn angeklagt hatten, Bankiers und millionenschwere Wirtschaftsanwälte, wurde nun wegen Betrugs selbst verurteilt.

Eine Begegnung prägte Jean Ziegler besonders: Auf der Weltzuckerrohrkonferenz von 1964 traf er auf Che Guevara. Begeistert von der Idee der Revolution, sagte er eines Abends zu Che: „Commandante, ich will mit euch gehen.“ Che ging zum Fenster des Hotelzimmers und blickte über die Dächer von Genf. Dort leuchteten Juweliere, Banken und Versicherungskonzerne:„Siehst du die Stadt? Da bist du geboren, da ist das Gehirn des Monsters, da musst du kämpfen.“

Heute ist Jean Ziegler Vizepräsident im Beratenden Ausschuss des UN-Menschenrechtsrats.
Über Ches Rede auf der Weltzuckerrohrkonferenz sagt Ziegler: „Es war unglaublich bewegend, wie er über diesen Raubtierkapitalismus sprach, das hat auch heute noch totale Aktualität.“ Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind – und das auf einem Planeten, auf dem zum ersten Mal in der Geschichte der objektive Mangel überwunden ist, unser Planet wird mit Nahrung überflutet. Das Problem ist aber der Zugang zu Nahrung. „Jedes Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet.“

Auch habe es noch nie so viele Flüchtlinge und Binnenflüchtlinge gegeben, es gibt 32 fürchterliche Kriege, die die Welt verwüsten. Die effektive Gerechtigkeit ist also regressiv. Aber: Das Bewusstsein der Menschen, Gerechtigkeit einzufordern, steigt.

Dazu gibt Ziegler zwei Beispiele: Im 4. Jahrhundert gab es die Theorie, Sklaverei zu legitimieren, weil sonst alle Menschen verhungert wären. Heute gibt es zwar immer noch Sklaverei, doch kein Mensch würde es wagen, diesen Zustand als legitim darzustellen. Im 18. Jahrhundert wurde – besonders in Kolonialherrschaftskreisen – das Hungersterben als Schutz vor Überbevölkerung verteidigt. Heute würden selbst die schlimmsten Reaktionäre es nicht wagen, diese Theorie zu vertreten. Das zeige einen messbaren Fortschritt des Kollektivbewusstseins.

Unser Identitätsbewusstsein, das heißt das Bewusstsein, uns mit anderen Schicksalen zu identifizieren, wurde von neoliberalen Wahnideen – verbreitet von Schulen, Regierungssprechern und Medien – entfremdet. Nun brauche es den Kampf der Intellektuellen, die dieses Bewusstsein befreien.

Und dann passiert das, was am 14. Juli 1789 in Paris geschehen ist. Dann beginnt die Revolution, der radikale Bruch mit der oligarchisch beherrschten, kannibalischen Weltordnung. Das gab es schon einmal in der Geschichte, und das wird es wieder geben. Auf diesen Moment steuern wir immer weiter zu, je mehr Elend, Herrschaft und Ungleichheit es gibt. Doch wann der Moment kommt, an dem diese Weltordnung zerspringt, das sei das Mysterium der Geschichte, sagt Jean Ziegler.

Hier das Interview in voller Länge:

https://youtu.be/-rtp_ZZ2Qrc

Dieser Beitrag ist Teil des Freitag-Extra: Disarm! For a Climate of Peace, einer Verlagsbeilage in Zusammenarbeit mit dem International Peace Bureau