Mexiko wählt links

Politischer Umbruch in Mexiko: Der von seinen Anhänger*innen »AMLO« genannte Kandidat der Mitte-links »Bewegung zur Erneuerung Mexikos« (Morena),[1] Andrés Manuel López Obrador,[2] konnte bei den Präsidentschaftswahlen 53,68% der Stimmen für sich verbuchen. Damit wird er am 1. Dezember 2018 als erster linksgerichteter Präsident seit Jahrzehnten in die ...

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Der Europastreit

Die Konflikte um die Asylpolitik erschüttern die EU in existentieller Weise. Die akute Brutalisierung der europäischen Asylpolitik könnte das Projekt der europäischen Einigung dauerhaft entstellen Welchen Effekt hat der bisherige Rechtsruck in den Mitgliedsstaaten der EU? Die deutsche Regierungskrise zeigt dies in erschreckender Weise auf. Wenngleich ...

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Do., 18 Uhr: Demo zur offiziellen Einweihung der Eisenbahnunterführung Dammstraße

am Donnerstag, 28. Juni, 11 Uhr   Treffpunkt: vor der Bootshausstr. 47 / 50   Allerdings wollen wir dort nicht die Einweihung feiern. Wir wollen dort – hoffentlich auch mit Schildern oder/und Transparent – auf die Misswirtschaft des Gießener Magistrats am Beispiel des Bahndammdurchstiches aufmerksam machen. Denkmal Gießener Misswirtschaft Das Verwechseln von Brutto ...

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Die Trumps aus Bayern und was deren Kurs für progressive europäische Lösungen bedeutet Deutschland allein, Bayern zuerst!

In der CSU wird nun immer aggressiver die Linie »Deutschland zuerst« verfolgt. Das sind nicht nur Provokationen von Provinzfürsten, die eine Regionalwahl in Bayern vor sich haben. Wo bisher auch deutsche Interessenpolitik in internationale Systeme eingebettet war, stehen Seehofer, Söder und Co. für eine nationalistische ...

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Jörg-Peter Jatho: Unbekannte Fakten zum Nationalsozialismus an der Universität Gießen

nach einem Vortrag  vom 29. Mai 2018 für den „SDS“ im DGB-Haus  Zur Gliederung  Personengeschichtlicher Ansatz  Die Nichtbearbeitung der NS-Vergangenheit durch die offizielle Universitätsgeschichte Lebensläufe von Dozenten und Doktoren in der NS-Zeit Kriegsvorträge an der Gießener Universität 1940 Die Gießener Philosophie-Professoren Die Gießener Theologen als besondere nazistische Gruppe Hier der Text  Jatho Gießener ...

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Vorgezogene Wahlen: HDP kandidiert gegen den Faschismus

Deutschland-Vertretung der Demokratischen Partei der Völker (HDP) Nicht nur viele internationale Monopole wie Daimler, Bosch, Renault, Ford, Hyundai und andere haben diese Entwicklung mitgeprägt und ausgenutzt, sondern auch türkische Monopole sind in die erste oder zweite Liga des internationalen Monopol-Rankings aufgestiegen.   Vieles lief über Schulden. Die Türkei ...

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Ein »Symbol der nationalsozialistischen deutschen Volksgemeinschaft« sollte es werden, so Hitler am 26. Mai 1938 bei der Grundsteinlegung (ganz rechts im Bild Ferdinand Porsche)

Drei Mann, ein MG

Vor 80 Jahren legte Hitler den Grundstein für das »Volkswagen«-Werk im heutigen Wolfsburg. Es ging von Anfang an um Kriegsproduktion Im Mai 1938 hieß es in der »Wochenschau«: »Heute, am 26. Mai 1938, steht ein kleiner Ort im Süden des Gaues Ost-Hannover im Blickpunkt ganz Deutschlands. ...

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Deutsche Bank? Raus aus Kohle, Waffen und Steueroasen!

Von Attac Für einen sozial-ökologischen Umbau des größten deutschen Geldinstituts haben Aktive des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac heute bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank vor der Frankfurter Festhalle demonstriert. Unter dem Motto „Deutsche Bank? Ich krieg‘ die Krise. Raus aus Kohle, Waffen und Steueroasen!“ forderten sie ...

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In der Lohnarbeitsmühle

Erneut ist die Zahl der Erwerbstätigen gestiegen: auf 44,3 Millionen im 1. Quartal 2018, ein Plus von 609.000 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit ist ein neuer Rekordwert in der Beschäftigtenstatistik erreicht. Doch ist alles Gold, was glänzt? Zum Rekordwert in der Beschäftigtenstatistik trägt das produzierende Gewerbe ...

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München: Polizeigesetz löst Massenproteste aus

Das geplante neue bayerische Polizeiaufgabengesetz treibt in München mehr als 20 000 Menschen auf die Straße. Auf dem Marienplatz ist mehr Andrang als bei der Meisterfeier des FC Bayern. In München hat eine der größten Demos der vergangenen Jahre begonnen: Mehr als 20 000 Menschen protestieren ...

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Jörg-Peter Jatho zu “Dr. Alfred Kaufmann – Rudolf Hess”

Unbenannt

Die Sicht auf Dr. Alfred Kaufmann in Gießen

Vor drei Jahrzehnten gedachten einige Gießener Historiker der Vorgänge von 1941/42 um den Kaufmann-Kreis, auch als „Gießener Freitagskränzchen“ bekannt, der damals wegen „Feindsenderhörens“ der Verfolgung von Gestapo und NS-Justiz zum Opfer gefallen war, wobei in dieser Darstellung ein Widerstand gegen das NS-System vermutet wurde. Drei  Personen, das Ehepaar Will und der Pfarrer Steiner kamen dadurch zu Tode. Man benannte  nun allerdings das Kränzchen in „Kaufmann-Will-Kreis“ um, wohl auch eine Hommage an die Beliebtheit des als Maler bekannten Will, der etliche Gießener Bürger porträtiert hatte. Ver- schwiegen wurde dabei dessen früheres NS-Engagement und dass er 1933ff. der NSDAP als „Bezirksleiter für den Bezirk Oberhessen“ der Künstler gedient hatte. Dr. Kaufmann ließ sich bei seinen Vorträgen ab 1933 meist schon öffentlich als ehemaliger Lehrer des Führerstellver- treters Rudolf Hess ankündigen. Da er dank seiner Kommunikativität in Gießen gut bekannt war, erscheint es dem späteren Betrachter eher unwahrscheinlich, dass unter den meist recht gebildeten Gästen des Kaufmann-Kreises jemand seine enge Beziehung zum Nationalsozialis- mus verborgen geblieben sein könnte.

In einem Buch von 1993 steht am Anfang der siebenseitigen Vita Dr. Kaufmanns zwischen der Darstellung seiner Position als Schuldirektor in Alexandria und dem Faktum, daß er arabisch lernte, beiläufig vermerkt: „Einer seiner Schüler ist dort übrigens Rudolf Hess“,1 was ansonsten völlig unkommentiert bleibt. Viel später gab es auf meine Kritik hin bei Wikipedia ergänzend den folgenden Eintrag: „Alfred Kaufmann arbeitete als Pfarrer, Lehrer und Schulrektor der deutschen Schule in Alexandria, an der er ab 1896 Rudolf Hess unterrichtete. Damit warb er ab 1933 bei seinen Vorträgen in vielen Teilen Deutschlands; von 1930 bis 1938 stand er in Korrespondenz mit seinem ehemaligen Schüler Hess.“ In dieser zusätzlichen Erläuterung bleibt die politische Bedeutung der Beziehung Kaufmann-Hess allerdings noch immer völlig abstrakt. Durch den glücklichen Fund eines Briefwechsels  mit 28 Schriftstücken aus den Jahren 1933-1938 (einer sicher unvollständigen Korrespondenz) kann diesem Mangel jedoch jetzt abgeholfen werden.  Dies ist auch notwendig auf dem Hintergrund des Strebens einiger Historiker, aus den GestapoProtokollen zu der durch vielerlei Gerüchte über den Kriegsverlauf beunruhigten Kaufmann-Gruppe möglichst viel „Widerständigkeit“ herauszulesen. Die meisten Schreiben in diesem Fund sind von Dr. Kaufmann an Rudolf Hess gerichtet.

hier geht es weiter zum ganzen Text: Jatho – Kaufmann und Rudolf Hess