Ungeklärte Fragen zu Rudolf Hess bei seinem Flug nach Schottland 1941 in Gießen. Eine Rezension

Wenn Neues über eine Landung von Rudolf Heß 1941 in Gießen und über seine engen Freun­de hier, vor allem, daß der  bekannte Alfred Kaufmann sein ehemaliger Lehrer war, zu erfah­ren ist, muß man nötigenfalls auch auf englischsprachige Literatur zurückgreifen, die hier be­sprochen werden soll. In ...

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US-Nuklearstrategie und AKKs Beschaffungsprogramm

Der geheimniskrämerische Vorstoß von »Verteidigungs«ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, welche Kampfjets künftig für Deutschland US-amerikanische Atombomben zu deren Zielen fliegen sollen, ist skandalös. Es ist ein bizarres Signal, dass die wirklichen Bedrohungen der Lebensgrundlagen der Menschheit nicht mit militärischen Mitteln bekämpft werden können. Und es macht deutlich, dass ...

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Fleischindustrie – Corona-Brennpunkte »Schlachthöfe«: Subunternehmer und Werksvertragsarbeit – »Wurzel des Übels«

Die katastrophalen Bedingungen, unter denen Tausende Arbeiter aus Ost- und Süd-osteuropa als »Lohnsklaven«[1] in Schlachthöfen im Münsterland, im Oldenburger Land und im Emsland schuften und leben müssen, sind seit Jahren bekannt. Dagegen passiert ist wenig bis nichts, was den deutschen Fleischkonzernen hohe Profite sichert. Doch nun ...

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Covid 19 – Türöffner für digitale Überwachung? Mit Grundrechtseingriffen gegen die Pandemie

Wir werden auch in Zukunft Pandemien erleben. Wie wird der Staat dann reagieren? »Wo sind die Grenzen für Grundrechtseingriffe, die selbst in höchster Not nicht überschritten werden dürfen?«, fragt Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung (2.5.2020). Die Bundesbürger haben in den letzten Wochen die weitestgehenden Freiheitsbeschränkungen ...

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»Rückfall in migrationspolitische Steinzeit«

In Hessen können Ausländerbeiräte abgeschafft und durch sogenannte Integrationskommissionen ersetzt werden Der hessische Landtag hat mit den Stimmen der schwarz-grünen Regierungsmehrheit eine folgenreiche Änderung der hessischen Gemeindeordnung beschlossen. Nach der Abstimmung des Parlaments, die in der Nacht zum Donnerstag stattfand, können die Kommunen per Optionsmodell die ...

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Neue Studien über Kurzarbeit: Pandemie verschärft die soziale Spaltung und die Verteilungsauseinandersetzungen

Die Corona-Epidemie und die damit verbundenen Folgen des gesellschaftliche »Lockdowns« führen weltweit zu einem Absturz in den nationalen Wirtschaftsleistungen. Der erhoffte und teils eingeleitete Rekonstruktionsprozess wird davon abhängen, wie lange der gesundheitspolitisch notwendige »Lockdown« der Wirtschaft andauert. Sicher ist jedoch schon jetzt, dass die Rezession die ...

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Trifft Corona alle gleich?

Nach den Atomkatastrophen bestiegen die „One percenter“, das superreiche eine Prozent der Vermögenden, ihre Flugzeuge, um geringbelastete Länder und Regionen zu erreichen. Heute schippern sie mit ihren Luxusjachten auf den Meeren, um Corona zu entgehen. Schon länger gibt es in diesen Kreisen, um die Eigner ...

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Bundesregierung erlässt »Covid-19-Arbeitszeitverordnung«: Vom Applaus zur Mehrarbeit

Welcher Politiker hat nicht in den zurückliegenden Tagen Beifall heischend Reden über die herausgehobene Rolle von Beschäftigten in »systemrelevanten« Berufe geschwungen. Pflegekräfte in Krankenhäusern und Altenpflegestätten, Ärtzt*innen, Kassiererinnen in den Supermärkten, Müllabfuhr, LKW-Fahrer und all die anderen »Held*innen des Alltags« (so Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, SPD) ...

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Zu Unrecht Verboten: Coronakompatibler Protest gegen die Einschränkung der Versammlungsfreiheit am Diensrtag auf dem Berliner Platz.
© Burkhard Moeller

Bundesverfassungsgericht hebt Demoverbot auf

Organisator*innen: "Corona-kompatible Meinungskundgabe ist möglich - und nötig" Seit Wochen ringen in vielen Städten Deutschland Behörden, Polizei und politische Aktivist*innen um das Recht auf Meinungskundgabe. Immer wieder sorgen Verbote und rabiate Polizeieinsätze selbst gegen Einzelpersonen mit Meinungsäußerung auf einem Schild oder gegen Versammlungen, bei denen größere ...

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Landtag Hessen: Demokratisiert die NSU Akten!

Für Ayse, Halit und Ismael Yozgat. Wiesbaden / Kassel – Heute ist der 06. April 2020. Es ist der vierzehnte Jahrestag der Ermordung des Kassler Bürger, Halit Yozgat. Die Causa NSU ist nach wie vor von politischer Brisanz. Der NSU Prozess in München ist abgeschlossen. Jetzt laufen ...

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Kultur aufs Land – statt Stadttheater?

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Man kann den Freien Wählern im Kreis eines nicht vorwerfen: Sie würden die aktuellen finanziellen Belastungen des Kreises in Sachen Soziales und Unterbringung für Menschen, die in Not Hilfe bei uns suchen, zum Anlass nehmen, um jetzt eine drastische Reduzierung der Mittel des Kreises für das Stadttheater Gießen um 800.000 Eur zu fordern. Denn schon vor fünf Jahren haben sie für die Kreispolitik drastische Kürzungen beim Theaterzuschuss gefordert.

Dabei muss klar sein: Diese Kürzung liefe auf die Abschaffung des Spielbetriebs als Dreispartenhaus hinaus – das Musiktheater (Orchester, Chor, SängerInnen und Tanz) blieben auf der Strecke. Dies wäre für die Region – entsprechende Ensemble bestehen nur noch in Kassel und Frankfurt – ein substanzieller Verlust. Oper, Operette, Musical usw. sind nicht nur hoch entwickelte Formen künstlerischer Weltaneignung und -erkenntnis, sondern auch anspruchsvoller Wert ästhetischer Bildung, Kommunikation und Unterhaltung.

Es ist nur schwer vorstellbar, wie ohne über eine entsprechende Anzahl von Spielstätten zu verfügen, diese Formen des Musiktheaters und ihre gut ausgebildeten, studierten MusikerInnen, Sänger und Sängerinnen überhaupt überleben sollten. Die Beispiele Italiens und der USA zeigen, dass dann nur noch kommerzielle Tourneeensemble, zusammengestellt aus Freischaffenden und kommerziell orientierten Künstlern aus der ganzen Welt, ihre hochpreisigen Konzerte in den Metropolen anbieten. Weit und breit ansonsten kulturelle Ödnis. „Die Gesellschaft braucht Räume“, so Hamel, Gruppenvorsitzender von Die Linke/Linkes Bündnis, „in denen ein weitgehend von ökonomischen Interessen freier Diskurs noch möglich ist, ohne dass einem etwas verkauft wird.”

Es ist ein großer Irrtum, wenn die Freien Wähler meinen, Kultur in den Kommunen, die sie stattdessen gefördert sehen wollen, könnte leben und sich entwickeln, ohne die vielfältige Anregung, Hilfe und Unterstützung, die seit vielen Jahren von den Künstlern des Stadttheaters in der Region für zahlreiche Projekte, Ensembles, Gruppen und Chöre in den Gemeinden geleistet wird. Das Eine wird ohne das Andere nicht möglich sein.