NSA hackt Rechner der FH Gießen - Empörung bleibt aus

Dass der US-amerikanische Geheimdienst NSA auch in Deutschland eifrig spioniert hat, ist kein Geheimnis mehr - es gibt aber immer wieder neue Spuren der Spitzelaktionen bis nach Hessen. Dazu hat zuletzt auch die Hackergruppe The Shadow Brokers (dt.: Die Schatten-Makler) beigetragen. Von ihr geleakte Daten ...

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Hauptsache Abwehr

  Deutsche Kolonialverbrechen in Afrika: Berlin versucht weiter mit allen Mitteln, Entschädigungsforderungen abzuschmettern Es geht um 30 Milliarden US-Dollar. Das ist die Summe, die die Regierung Namibias laut Medienberichten derzeit von Deutschland zu fordern prüft – als Entschädigung für die Verbrechen des Deutschen Reichs in seiner Kolonie ...

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Eine Chance für den Osterhasen

Mit Saatbomben zu Stadtoasen: Die Bewegung der Gemeinschaftsgärten wird 20 So absurd es klingt, die Bedeutung von Stadt und Land hat sich bereits ins Gegenteil verkehrt. Während auf dem Land die Landschaft mittlerweile weitgehend ausgeräumt ist und per Glyphosat und Precision-Farming auch die letzten Wildkräuter und ...

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Geduldete Parallelgesellschaft

Organisierte Verfolgung und Folter von Schwulen in Tschetschenien. Dort herrscht faktisch die Scharia Russische LGBT-Aktivisten berichten über eine Verfolgungswelle gegen Schwule in Tschetschenien. Seit Ende Februar seien mindestens 100 homosexuelle Männer unter ungeklärten Umständen verschwunden. Folter in Polizeihaft sei die Regel, mindestens drei Festgenommene seien im ...

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Die Ausbeutung Griechenlands und des griechischen Volkes durch IWF, EZB, EU und insbesondere Deutschland

Zahlen, Daten, Fakten von Egbert Scheunemann Bei dem Text handelt es sich um eine komprimierte Zusammenfassung der Ergebnisse meiner Studie: Griechenlands Staatsbetriebe im Zwangsverkauf. Vom aussichtslosen Versuch, die griechischen Staatsschulden durch Privatisierungserlöse zu senken. (Studie im Auftrag der Rosa Luxemburg Stiftung, Verbindungsbüro Griechenland, Athen Dezember 2016, ...

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Die Guten und die Bösen

Wikileaks öffnet den »digitalen Waffenschrank« der CIA Die Attacken im Cyberkrieg startet der US-Geheimdienst aus Frankfurt. Die Agenten mit diplomatischem Status nutzen das Generalkonsulat der USA in Hessens Bankenmetropole für Cyberangriffe auf Ziele in Europa, den Nahen Osten und Afrika. Die Enthüllungen von Wikileaks ermöglichen einen ...

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Oxfam-Bericht: Deutsche Bank verdiente 2 Mio. € pro Angestelltem/r in Luxemburg

Oxfam veröffentlichte gestern angesichts der Debatte um die länderbezogene Berichterstattung einen neuen Report, "Opening the Vaults: The Use of Tax Havens by Europe's Biggest Banks". Darin werden die länderbezogenen Berichte der Top 20 EU-Banken ausgewertet. Dies soll zeigen, wie nützlich die öffentliche Länderberichterstattung im Kampf ...

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Martin McGuinness: ein Erbe, auf das wir aufbauen müssen

Rede des Sinn Féin Präsidenten Gerry Adams am Grab von Martin McGuinness, Derry, 23.3.2017 Zunächst möchte ich mein Beileid Martins Frau Bernie, seinen Kin­dern Athena, Grainne, Fionnuala und Emmett, sowie ihren En­kel­kindern aussprechen. Sinn Féin ist sehr stolz auf Martin Mc­Guin­ness. Wir sind alle tief betrübt ...

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Hayir!

Der Wahlkampf in der Türkei ist im vollen Gange. Es geht nicht darum, welche Partei das Land die nächsten Jahre regieren soll. Es geht um einen Systemwechsel, den gravierendsten Einschnitt, seit die Türkei unter Atatürk zu einem säkularen Staat wurde und nach dem Zweiten Weltkrieg ...

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Nordsyrien: Demokratische Föderation erklärt Manbij zum 4. Kanton

Die Region um die nordsyrische Stadt Manbij wurde zum vierten Kanton der nordsyrischen demokratischen Föderation erklärt.[1] Für die Türkei ist dies eine erneute Niederlage bei dem Versuch, in Syrien mitspielen zu dürfen. Der Hass auf die kurdische Bevölkerung hat dazu geführt, dass die Türkei in ...

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Syrien: Rojava droht eine Hungersnot – Hacker eilen zur Hilfe

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Wegen des Embargos der kurdisch kontrollierten Gebiete durch die Türkei und die kurdische Autonomieregion im Irak droht eine Hungersnot

Die demokratische Föderation Rojava-Nordsyrien ist von allen Seiten mit einem Embargo belegt. Von der Türkei aus sind die Grenzen zu Rojava dicht und mittlerweile auch von der kurdischen Autonomieregion im Irak. Über Land können aus Syrien keine Güter in den Norden gelangen, weil da der IS und andere islamistische Milizen präsent sind. Und auch die syrische Regierung hätte, selbst wenn sie könnte, kein Interesse daran, an Rojavas Aufbau mitzuwirken.

Aktuell benötigt Rojava dringend Saatgut und Düngemittel, um Nahrungsmittel herzustellen. Aufgrund der fehlenden Düngemittel und der explodierenden Düngemittelpreise droht beispielsweise der Weizenproduktion ein Einbruch um mehr als zwei Drittel. Nur 10% der benötigten Düngemittel konnten dieses Jahr eingeführt werden. Aufgrund der Klimaveränderungen ist der Nahe Osten mit der größte Dürre seit 900 Jahren konfrontiert. Den 4,6 Millionen Einwohnern der Region, davon 2,3 Millionen Kriegsflüchtlinge, droht eine Hungersnot.

Eigentlich könnte Rojava eigenen Dünger herstellen. Das Wirtschaftskomitee der demokratischen Selbstverwaltung plant eine Fabrik, in der mit Hilfe von biologischem Abfall aus der Region nachhaltiger Dünger hergestellt werden kann. Dafür muss aber zuerst ein flächendeckendes Mülltrennungsverfahren entwickelt werden. Geplant sind Schulungen in den Nachbarschaftszentren, die Entwicklung von Aufklärungsmaterial zur Mülltrennung für die Bevölkerung. In den Fabriken soll durch Beigabe von Stroh das richtige Carbon-Nitrogen-Verhältnis erzeugt werden. Nach 3,5 Monaten wäre der biologische Dünger fertig und könnte an die Bauern vergeben werden.

Aber es fehlt an geeigneten Maschinen und Lastwagen. Und an Geld. Jahrzehntelang wurde die Region durch das Assad-Regime ausgebeutet. In der “Kornkammer” Syriens mit ihrem fruchtbaren Boden wurde der Weizen produziert. Die Verarbeitung erfolgte jedoch in anderen Teilen Syriens, sodass es an Agrargütern verarbeitenden Betrieben und Maschinen fehlt.

Ein Crowdfunding-Projekt will nun Spenden sammeln für Düngemittel, Maschinen und anderes Equipment. Bis zum 2. Juni 2016 ist die Spendenkampagne online. Die Initiative geht von dem Economic Committee of Rojava’s self administration aus, also direkt von Rojava. Kryptowährungen wie Bitcoins werden ausdrücklich als Währung der Zukunft unterstützt. Bislang wurden mehr als 54.000 Euro von den erhofften 180.000.00 von 284 Unterstützern gespendet.

Bekannter Hacker unterstützt Rojava

LeFloid, ein bei Jugendlichen sehr bekannter You-Tuber, berichtete am Montag auf seinem YouTube-Kanal in der Reihe LeNews über einen spektakulären “Bankraub” eines Hackers. Er erbeutete 10.000 Euro, die er an das Crowdfunding-Projekt spendete, wo der Beitrag aufgelistet wird.

LeFloid, mit bürgerlichem Namen Florian Mundt, betreibt seit einigen Jahren den YouTube-Kanal LeFloid, einen der meistabonnierten Kanäle Deutschlands. Auf LeFloid erscheint jeden Montag und Donnerstag ein Video der Reihe LeNews, in der verschiedene Ereignisse aus den aktuellen Nachrichten und dem Alltag aufgegriffen und diskutiert werden. Dabei versucht er vor allem das jugendliche Publikum anzusprechen und für politische Themen zu interessieren.

In seinem neuesten Video berichtet er über den Hacker Phineas Phisher, der durch die Einbrüche bei den Spionagetech-Herstellern Gamma Group und HackingTeam bekannt wurde. Er ist auch unter den Pseudonymen “Hack Back!” und “@GammaGroupPR” bekannt. Anfang Mai stahl er 10.000 Euro in Bitcoins und schickte sie an das Crowdfunding-Projekt. Um welches Finanzinstitut es sich handelte, gab er jedoch noch nicht bekannt. Er erklärte, er wolle mit der Veröffentlichung des Namens noch warten, da noch mehr Zahlungen unterwegs seien.

Obwohl sich der Hacker moniert, dass über Rojava höchstens mal mit Bild einer “hot chick with a gun” berichtet wird, wirbt er mit einem solchen Bild für das Projekt.

Phineas Phisher ist nicht irgendein Hacker. Ihn inspiriert seine antikapitalistische und anarchistische Überzeugung, mit seinen Aktivitäten linke Projekte zu unterstützen. Dass er sich nun Rojava ausgesucht hat, erklärte der Hacker am 5. Mai so: “Rojava ist eines der anregendsten revolutionären Projekte in der Welt heute.”

Gegenüber Ars Technica sagte er: “Sie befinden sich in einer unglaublich schwierigen Situation, mit ISIS auf der einen Seite und der mit den USA alliierten Türkei auf der anderen, die sie angreift und mit einem Embargo isoliert. In einem Teil der Welt, auf den der Westen gerne als rückwärtsgewandtes Drecksloch herabschaut, bauen sie eine Gesellschaft auf, die “westliche” Werte wie Demokratie und Feminismus so ernst nimmt, dass sich der Westen schämen sollte.” Mit seiner Aktion wollte er zudem die Medien auf die Region aufmerksam machen, über die höchstens einmal über Frauen berichtet wird, die gegen den IS kämpfen, begleitet von einem Foto einer “hot chick with a gun”.

telepolis, 25.05.16, Elke Dangeleit