DGB: Kein Jobwunder durch Hartz IV

n Deutschland wird wieder über Hartz IV diskutiert. Und das zu Recht, wenn nach zwölf Monaten Arbeitslosigkeit der Absturz in die Bedürftigkeit droht. Doch einige Befürworter der Hartz-Reformen argumentieren, dass Hartz IV viele Arbeitsplätze geschaffen habe. Wenn aber 1,2 Millionen Erwerbstätige ihr Einkommen aufstocken müssen, ...

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EGMR verlangt Freilassung des ehemaligen HDP-Co-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş: Politische Geisel

Seit über zwei Jahren ist Selahattin Demirtaş im Hochsicherheitsgefängnis Edirne in der Westtürkei interniert. Demirtas und Figen Yüksekdag, mit der er den Vorsitz der Demokratischen Partei der Völker (HDP) teilte, sowie neun weitere HDP-Abgeordnete waren am 3. November 2016 rechtswidrig verhaftet worden. Dem ehemaligen Co-Vorsitzenden wird ...

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IG Metall-Umfrage – 190.000 wählen »Umwandlung von Geld in Zeit« »Wer will, der kann!«

IG Metall-Umfrage – 190.000 wählen »Umwandlung von Geld in Zeit« »Wer will, der kann!«

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Oskar Lafontaine: Geplantes Einwanderungsgesetz widerspricht Migrationspakt

Die Absicht, qualifizierte Fachkräfte aus Entwicklungsländern für die deutsche Wirtschaft abzuwerben, widerspricht dem viel diskutierten UN-Migrationspakt. Unter Ziel 2: „Minimierung nachteiliger Triebkräfte und struktureller Faktoren, die Menschen dazu bewegen, ihre Herkunftsländer zu verlassen“, heißt es… „Wir verpflichten uns, förderliche politische, wirtschaftliche und soziale Bedingungen, sowie Umweltbedingungen ...

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Sie nannten uns Sozialhilfe-Adel

#unten Wenig Geld? Selber schuld. Faul. Dumm. Soziale Diskriminierung gehört in diesem Land zum Alltag. Zeit für einen Aufschrei Christian Baron | Ausgabe 45/2018 Fast wäre ich zur Bundeswehr gegangen. Als 18-Jähriger saß ich dem Karriereberater des Militärs gegenüber, und er argumentierte ...

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Hessen: Die Alles-bleibt-beim-Alten-Wahl

Der Niedergang der Bundes-SPD, die am deutschen Geschäftsmodell Dumpinglohn partout nichts ändern will, kann weitergehen Von Arnold Schölzel, jwAn die 60 Prozent der befragten hessischen Wähler gaben an, sie seien mit der Arbeit ihrer Landesregierung aus CDU und Grünen zufrieden. Das hätte in früheren Zeiten der ...

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“AfD wie eine stumme kalte Wand” – Abrechnung der Gießener Linken im Kreistag mit der AfD

“Alternativen für den Landkreis Gießen reloaded” betitelt die Kreistagsfraktion Gießener Linke im Landkreis Gießen einen aktuellen Berichtsantrag. Was sich auf den ersten Blick wie eine Satire liest, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Abrechnung der Gießener Linken mit der bisherigen Tätigkeit der AfD im Kreistag. ...

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Studenten beleben leerstehendes Haus

Eine Gruppe aus Gießener Studenten und Absolventen hat am Montagmorgen ein leerstehendes Gebäude an der Senckenbergstraße besetzt. Sie sprechen von einer "Belebung" des Hauses. Hier die Erklärung der Besetzer*innen 1. Selbstverständnis Das Kultlab ist ein Raum für alle. Es ist ein Freiraum, in dem Menschen sich frei von ...

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Klatsche für RWE

Doppelte Niederlage für Energiekonzern: Hambacher Forst darf vorerst nicht gerodet werden, Demonstrationsverbot aufgehoben. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat am Freitag im Eilverfahren entschieden, dass der Energiekonzern RWE den Hambacher Forst nicht zugunsten des Braunkohleabbaus roden darf, bis über die Klage des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland ...

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Verkehrswende im Wiesecktal

Die Grundidee Das Wiesecktal verläuft in Ost-West-Richtung und verfügt sowohl über eine Bahnlinie als auch einen überregionalen Fahrradweg, der im Tal läuft. Da die Hauptverkehrsströme und die stark befahrene B49 ebenso verlaufen, ist es einfach, Verkehrsströme ohne großen Aufwand von der Straße auf Bahn und Radverkehr ...

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Uni Gießen will Tierversuche zementieren

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Neues 3R-Zentrum soll von Tierexperimentator geleitet werden

Hessen will die Zahl der Tiere in den Laboren spürbar verringern. Doch die bereitgestellten zwei Millionen Euro „fließen großenteils in die Zementierung des tierexperimentellen Systems“, kritisiert der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche. An der Justus-Liebig-Universität Gießen wird mit Landesmitteln ein 3R-Zentrum aufgebaut, bei dem Leiter und Lehrstuhlinhaber mit Tierexperimentatoren besetzt werden sollen.

Zwei neue Professuren an den Universitäten Frankfurt und Gießen sollen zur Vermeidung von Tierversuchen beitragen, so der vor rund anderthalb Jahren bekannt gegebene Plan des hessischen Wissenschaftsministers Boris Rhein. Über einen Zeitraum von fünf Jahren steckt das Land Hessen zwei Millionen Euro in dieses Projekt. „An sich ein sehr löbliches Vorhaben, doch der Teufel steckt im Detail“, weiß Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende des Vereins Ärzte gegen Tierversuche.

Der Schwerpunkt der neuen 3R-Professur an der Universität Frankfurt liegt auf der Verringerung und dem Ersatz von Tierversuchen. Dagegen wird in der aktuellen Ausschreibung für den Koordinator des 3R-Zentrums in Gießen ein Fachtierarzt für Versuchstierkunde mit „mehrjähriger Erfahrung im Bereich biomedizinischer Forschung (Schwerpunkt Labornager)“ gesucht. Zu den Aufgaben des neuen Leiters zählen die Fortbildung der tierexperimentell tätigen Mitarbeiter und der Aufbau eines Masterstudiengangs “Laboratory Animal Medicine/Science“. Die bereits vor einem Jahr ausgeschriebene Stelle für die hier angesiedelte 3R-Tierschutzprofessur liest sich ähnlich. „3R“ steht für die englischen Begriffe „Reduce, Refine, Replace“, d. h. Reduzierung, Verfeinerung und Ersatz von Tierversuchen, wobei die Uni Gießen den Schwerpunkt auf die Verfeinerung legt. Darunter sind Maßnahmen zu verstehen, mit denen das Leid der Tiere verringert werden soll, etwa durch Gabe von Schmerzmitteln oder bessere Haltungsbedingungen.

Als „Augenwischerei“ bezeichnet Tierärztin Gericke das 3R-System. „Dass es in Gießen nicht um eine Abkehr vom Tierversuch geht, machen die Stellenausschreibungen mehr als deutlich. Das 3R-Konzept kratzt lediglich an der Fassade, stellt das falsche Wissenschaftssystem des Tierversuchs jedoch nicht in Frage. Nach außen wird Tierschutz verkauft, tatsächlich werden damit aber Tierversuche auf immer und ewig zementiert“, so Gericke. Nach Aussage des Ärztevereins sind Tierexperimente prinzipiell kein geeignetes Mittel des Erkenntnisgewinns für die medizinische Forschung und darüber hinaus moralisch verwerflich. „Es ist ein Skandal, dass ein an sich guter Schritt der Politik dermaßen ins Gegenteil verkehrt wird“, moniert Gericke.

Andere befänden sich hier längst auf der Überholspur. So treiben die Niederlande einen stufenweisen Ausstieg aus dem Tierversuch voran und wollen bis 2025 führend auf dem Gebiet der tierversuchsfreien Forschung werden.

Die Ärzte gegen Tierversuche kritisieren überdies, dass zwei Millionen Euro verteilt auf fünf Jahre ein Almosen sind verglichen mit den Milliarden Steuergelder, mit denen Tierversuche jährlich finanziert werden.

In Hessen wurden im Jahr 2015 mehr als 280.000 Tiere in Tierversuchen verwendet, das entspricht 10 % der insgesamt 2,8 Millionen Tiere.

Ärzte gegen Tierversuche

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