Ein »Symbol der nationalsozialistischen deutschen Volksgemeinschaft« sollte es werden, so Hitler am 26. Mai 1938 bei der Grundsteinlegung (ganz rechts im Bild Ferdinand Porsche)

Drei Mann, ein MG

Vor 80 Jahren legte Hitler den Grundstein für das »Volkswagen«-Werk im heutigen Wolfsburg. Es ging von Anfang an um Kriegsproduktion Im Mai 1938 hieß es in der »Wochenschau«: »Heute, am 26. Mai 1938, steht ein kleiner Ort im Süden des Gaues Ost-Hannover im Blickpunkt ganz Deutschlands. ...

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Deutsche Bank? Raus aus Kohle, Waffen und Steueroasen!

Von Attac Für einen sozial-ökologischen Umbau des größten deutschen Geldinstituts haben Aktive des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac heute bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank vor der Frankfurter Festhalle demonstriert. Unter dem Motto „Deutsche Bank? Ich krieg‘ die Krise. Raus aus Kohle, Waffen und Steueroasen!“ forderten sie ...

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In der Lohnarbeitsmühle

Erneut ist die Zahl der Erwerbstätigen gestiegen: auf 44,3 Millionen im 1. Quartal 2018, ein Plus von 609.000 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit ist ein neuer Rekordwert in der Beschäftigtenstatistik erreicht. Doch ist alles Gold, was glänzt? Zum Rekordwert in der Beschäftigtenstatistik trägt das produzierende Gewerbe ...

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München: Polizeigesetz löst Massenproteste aus

Das geplante neue bayerische Polizeiaufgabengesetz treibt in München mehr als 20 000 Menschen auf die Straße. Auf dem Marienplatz ist mehr Andrang als bei der Meisterfeier des FC Bayern. In München hat eine der größten Demos der vergangenen Jahre begonnen: Mehr als 20 000 Menschen protestieren ...

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Internieren, gängeln, abschieben

Unionstreffen: Fraktionschefs von CDU und CSU wollen weitere Asylrechtsverschärfungen Erneut befeuerten CDU und CSU die rassistisch aufgeheizte Asyldebatte mit allerlei Unterstellungen und Ausgrenzungsplänen. So drangen die Unionsfraktionschefs von Bund und Ländern bei einem Treffen am Montag in Frankfurt am Main unter anderem darauf, die im Koalitionsvertrag ...

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Kleines Anstandsbuch für Flüchtlinge

aktenzeichen+++aktenzeichen+++aktenzeichen++ Satire von Deutscher Einheit(z)-Textdienst Sehr geehrter Asylant, aus gegebenem Anlaß konfrontieren wir Sie heute mit einigen wichtigen Anstandsregeln für Ihren Aufenthalt. Diese sind von Ihnen einzuüben und verbindlich einzuhalten bis zu Ihrer Abschiebu Der Flüchtling erhält zur Begrüßung im Auftrag der Leitkultur folgenden eingerahmten Merkspruch: „wer sich wehrt, ...

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Do., 12. April: Warnstreik im öffentlichen Dienst!

ver.di ruft für diesen Donnerstag, 12.04., alle Beschäftigten im Öffentlichen Dienst in Krankenhäusern, KiTas, Sparkassen, Verwaltung, Bauhöfen und Stadtwerken in Gießen zum Warnstreik auf. Beginn des Warnstreiks ist 9:30 Uhr am Lindenplatz Wir rufen euch dazu auf, euch am Warnstreik zu beteiligen. Und das nicht nur, wenn ihr in ...

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NABU: Grundsteuer verfassungswidrig - Weg frei für reine Bodensteuer!

Fünf vor zwölf bei der Grundsteuerreform: Rasch umsetzbarer Vorschlag für eine Bodenwertsteuer muss jetzt auf die Tagesordnung Das Bundesverfassungsgericht hat mit Urteil vom 10. April die Grundsteuer in ihrer heutigen Form erwartungsgemäß für verfassungswidrig erklärt. Die stark veraltete Einheitsbewertung verstößt gegen den im Grundgesetz verankerten Gleichheitsgrundsatz. ...

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Seit Wochen behindern und kriminalisieren massive Polizeiaufgebote und eine kleinliche Durchsetzung einschränkender Polizeiverfügungen die Proteste von Kurden nachdrücklich In der Rubrik "Politik" titelte jüngst Spiegel Online (ähnlich anderen Medien mit hehren journalistischen Ansprüchen): "BKA erwartet weitere Gewalttaten gegen türkische Einrichtungen". Anzeige Was das Bundeskriminalamt und (in Ermangelung einer ...

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Protektionismus made in Germany

BERLIN/BEIJING (Eigener Bericht) - Die Bundesrepublik ist eine treibende Kraft bei der Einführung von protektionistischen EU-Maßnahmen und -Strafzöllen gegen chinesische Konkurrenten deutscher Konzerne. Während deutsche Wirtschaftskreise und Berliner Politiker sich lauthals über die Strafzollpläne der Trump-Administration beschweren, werden chinesische Unternehmen, die dieselben Produkte auf dem ...

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US-Freiberufler proben neue Gewerkschaftsformen

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Auf der am 5. Mai gestarteten Konferenz Re:publica geht es wieder um die Zukunft der digitalen Gesellschaft. Wie sie bereits unser Leben verändert hat, zeigen die Teilnehmer selbst. Viele sind Freiberufler – und gehören damit zu dem stetig wachsenden Anteil der arbeitenden Bevölkerung, die sich von Gewerkschaften bisher nicht repräsentiert fühlt. In den USA haben sie daher schon ihre ganz eigene Organisation gegründet: Die Freelancers Union. Mit Erfolg.
Freelancers Union

Freelancers Union

53 Millionen US-Amerikaner sind Freiberufler, gut ein Drittel aller Berufstätigen in den Vereinigten Staaten. Das besagt eine aktuelle Erhebung der amerikanischen Freelancers Union, eine Organisation für Freiberufler, die in mancher Hinsicht gewerkschaftsähnlich auftritt. Die Zahl ist sehr großzügig berechnet – mitgezählt wurden beispielsweise Festangestellte, die in ihrer Freizeit kleinere Jobs annehmen. Doch zeigt sie, welch große Umwälzung in den vergangenen Jahren den Arbeitsmarkt stattgefunden hat: Immer mehr Jobs von einst Festangestellten werden von Freiberuflern übernommen. Und in dem Maß, in dem sich der Arbeitsmarkt in den USA verändert hat, geht der Aufstieg der Freelancers Union einher.

Im Jahr 2003 von der Rechtsanwältin Sara Horowitz in New York gegründet, hat die Organisation mittlerweile mehr als 260.000 Mitglieder. Das ist ein erstaunlicher Erfolg in einer Zeit, in der traditionelle Gewerkschaften an Mitgliederschwund leiden.

Die Gründungssaga der Freelancers Union beginnt bereits Anfang der 1990er Jahre. Damals, so gibt Horowitz in Interviews gern zum Besten, habe sie bei einer New Yorker Anwaltskanzlei angeheuert. Doch statt eines Arbeitsvertrages mit Zuschüssen zu Kranken- und Rentenversicherungen zu erhalten, wie er in den USA üblich ist, habe sie als Scheinselbstständige anfangen müssen. Schnell habe sie gemerkt, dass sie damit nicht allein war, und gründete „Working Today“, die Vorgängerorganisation der Freelancers Union. Die Idee: Die vielen selbstständig Beschäftigten zu einer kollektiven Stimme vereinen und damit Einfluss auf die Politik und vor allem auf den Markt ausüben.
Symbiose zum gegenseitigen Nutzen

Seit dem Jahr 2003 heißt die Organisation „Freelancers Union“. Sie bietet ihren Mitgliedern hauptsächlich das, was diese als Einzelkämpfer auf dem freien Markt bisher nicht bekommen: Unterstützung bei der sozialen Absicherung, günstige Krankenversicherungen, Ärztezentren und Zugang zur privaten Rentenversorgung. Mitgliedsbeiträge müssen sie dafür nicht zahlen. Die Freelancers Union finanziert sich über Zuschüsse und Kredite großer amerikanischer Stiftungen wie die Rockefeller Foundation – und über die Gebühren für Krankenversicherungen bei der hauseigenen Versicherung, der Freelancers Insurance Company. Eigenen Angaben zufolge seien die Preise für eine Versicherung dort 40 Prozent günstiger als auf dem freien Markt. „Es kommt mehr dabei raus, wenn man kollektiv handelt“, heißt es in einem Imagevideo der Union.

Sara Horowitz nennt dies den „New Mutualism“ – am besten beschrieben mit dem aus der Biologie stammenden Begriff der Symbiose, bei der verschiedene Organismenarten zum gegenseitigen Nutzen zusammenwirken, wobei die Organismen jedoch weitgehend getrennt voneinander leben.
Vorreiterin einer neuen Gewerkschaftergeneration?

Horowitz beruft sich bei ihrer Idee auf Pioniere der amerikanischen Gewerkschaftsbewegung – Sidney Hillman zum Beispiel, der Gründer der Amalgamated Clothing Workers Union, eine Textilarbeitergewerkschaft, die zwischen 1914 und 1976 bestand. Diese bot ihren Mitgliedern günstige Genossenschaftswohnungen und Arbeitslosenversicherungen an und gründete eine Bank, die den Interessen der Textilarbeiter dienen sollte. Hillman nannte das „Social Unionism“, soziale Gewerkschaftsbewegung. „Wir müssen diese Modelle aus der Vergangenheit übernehmen und so anpassen, dass wir daraus eine neue Art von sozialem Sicherungsnetz aufbauen können“, sagt Horowitz.

Sie selbst sieht sich gern als Vorreiterin einer neuen Gewerkschaftergeneration, die es ihrer Ansicht nach verstanden hat, auf die neuen Bedürfnisse ihrer Mitglieder einzugehen. Zu diesen Bedürfnissen zähle auch die Möglichkeit sich zu vernetzen. So hat die Freelancers Union USA weit Zentren aufgebaut, in denen sich die Mitglieder treffen, austauschen, arbeiten, zum Arzt gehen oder gemeinsam Yoga machen. Auf der Webseite der Union finden sich unzählige praktische Tipps für die Selbstständigkeit, zum Umgang mit Kunden bis hin zu Steuererleichterungen. Auch virtuell können sich die Mitglieder in Foren, Videochats, Blogs und Datenbanken vernetzen. „Help ourselves“ ist das Motto – helft uns selbst.

„Menschen fühlen sich psychisch wie physisch besser wenn sie sich untereinander verbunden fühlen“, sagte Horowitz der New York Times. „Wir bringen die Menschen zusammen, ohne dass sie dafür ihre persönlichen Ansichten und Bedürfnisse aufgeben müssen.“ Sprich: Trotz der Bedeutung des Kollektivs steht das Ich weiterhin im Mittelpunkt. Ähnlich wie einst bei den Gilden gehe es darum, mit der Rückendeckung einer großen Organisation die eigenen Karrieren aufzubauen und die individuelle Autonomie zu wahren – beschreibt Janice R. Fine, Professorin an der Rutgers University in New Jersey, das Selbstverständnis der Freelancers Union.
Kein Verhandlungsmandat für Tarifverträge

Dies ist wohl auch der entscheidende Unterschied zu traditionellen Gewerkschaften – die Betonung auf dem „I“ (für „Ich“) in Union, wie es die amerikanische Journalistin Atossa Abrahamian formuliert hat. Der Umstand, dass die Organisation keine Tarife für ihre Mitglieder aushandelt und auch nicht aushandeln möchte, zählt auch dazu, ebenso dass sie keinen Rechtsschutz anbietet.

Beides ist schließlich der Hauptkritikpunkt, dem sich die Freelancers Union oft stellen muss: Ohne offizielles Verhandlungsmandat gegenüber Arbeitgebern bzw. Auftraggebern, habe die Organisation keinen Hebel, ihre Mitglieder aus ihrer prekären Situation zu befreien und Unternehmen dazu zu bringen, ihren Profit fair mit den Freiberuflern zu teilen.

Tatsächlich darf die Freelancers Union solch ein Mandat rechtlich auch nicht übernehmen – da Freiberufler in den USA gemäß dem National Labor Relations Act (Gesetz über Arbeitsbeziehungen) als selbstständige Unternehmer gelten und nicht als Arbeitnehmer. Arbeitgeber sind demnach nicht verpflichtet, mit Freelancern zu verhandeln, auch wenn sie eine Gewerkschaft gründen.

Sara Horowitz sieht das nicht als Problem. Für sie ist die Freelancers Union ein Versuch, neue Wege zu finden, wie sich Arbeiter in einem sich verändernden Arbeitsumfeld organisieren können. „Diese neue Form der Gewerkschaftsbewegung nutzt traditionelle Arbeiterstrategien wie die Marktmacht großer Gruppen, um Freiberuflern Vorteile zu verschaffen“, sagte sie gegenüber dem Harvard Magazine. „Stärke in Zahlen ist Stärke auf dem Markt und Stärke in der Politik. Der Wert des Verbunds hat sich nicht verändert, aber die Art und Weise, wie sich Menschen in der heutigen Zeit zusammenfinden, ob nun als Arbeitnehmerschaft oder anderweitig, das hat sich verändert.“

von: Frauke Ladleif