Klimakrise: Was jetzt getan werden muss

Umweltverbände veröffentlichen Handlungsprogramm für effektiven Klimaschutz Mit eindringlicher Kritik an der Bundesregierung haben heute Natur- und Umweltschutzverbände ein Handlungsprogramm zur wirksamen Eindämmung der Klimakrise veröffentlicht. Die Verbände fordern die Bundesregierung auf, endlich zu handeln und effektive Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Einhaltung des 1.5 ...

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IWF kritisiert Ungleichheit und die Finanzpolitik im Lande des Exportweltmeisters

Im Jahr 1969 veröffentlichte Jörg Huffschmid als junger Ökonom eine empirische Analyse über Besitzverhältnisse und Herrschaftsstrukturen in der Bundesrepublik. Seine Befunde über die Zusammenhänge zwischen Kapitalakkumulation, Einkommensverteilung, Vermögenskonzentration, Wirtschafts- und Steuerpolitik veranlassten ihn, der damals weit verbreiteten Auffassung vom angeblichen Ende der Klassengesellschaft mit Nachdruck ...

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Gemeinsame Busanreise zur #unteilbar Demo in Dresden am 24.08.

Liebe Freundinnen und Freunde, im September und Oktober stehen drei wichtige Landtagswahlen an - in Sachsen, Brandenburg und Thüringen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Rechtsruck sich noch weiter, allen voran im Wahlergebnis der AfD, manifestiert. Deshalb wird es am 24. August eine bundesweite Großdemonstration ...

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Flaschenposten – Zum 50. Todestag von Theodor W. Adorno

Am 6. August 1969 starb Theodor W. Adorno im Alter von 65 Jahren in seinem Urlaubsort in der Schweiz. Vorausgegangen waren heftige Konflikte mit linken Studierenden an der Frankfurter Universität, die forderten, die von Adorno mit entwickelte Kritische Theorie müsse praktisch werden. Solchen Appellen zum ...

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Mietbelastung als Faktor für wachsende Armut

Deutschland hat innerhalb der OECD einen der größten Niedriglohnsektoren. Das war nicht immer so. Noch 1996 wies die Statistik einen Anteil von 14% für Deutschland aus, womit das Land unter den kapitalistischen Staaten im Mittelfeld lag. Es handelt sich somit um einen kräftigen Anstieg. Trotz eines ...

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Neustart der Klimapolitik mit C02 Steuer?

Deutschland hinkt seinen internationalen Klimaverpflichtungen besonders im Verkehr und im Gebäudesektor hinterher. Bis 2030 muss der Treibhausgas-Ausstoß um 55% gegenüber 1990 zurückgehen. Bislang sind dies nicht einmal 30%. Die klimapolitische Bilanz der großen Koalition ist mithin miserabel. Zwar war die Berliner Republik beim Atomausstieg und der ...

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Hessische NSU-Akten - Kein Schlussstrich!

Petition richtet sich an Hessischen Landtag Bereitgestellt von Wolfgang Gerecht “Als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland verspreche ich Ihnen: Wir tun alles, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen.” Das Versprechen von Angela Merkel vom 23.03.12 zum NSU-Komplex ...

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Prekarisierung der Lohnarbeit

Trotz langer Boom-Phase (die »fetten Jahre«) arbeitet immer noch ca. ein Viertel der Lohnabhängigen in Deutschland zu Niedriglöhnen. Die Zahl der abhängig Beschäftigten in Deutschland ist seit der Finanzkrise um mehr als vier Millionen gestiegen. Ein Teil dieses Beschäftigungsaufbaus fand im Niedriglohnsektor satt. Im europäischen Vergleich ...

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»Eiskalter Mord« an CDU-Politiker Lübcke: Wenn Worte zur »tödlichen Munition« werden

Im Fall des heimtückisch ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke deuten verschiedene Hinweise auf eine Tat hin, die nicht isoliert zu betrachten ist, sondern eingebettet ist in rechtsextreme Netzwerke. Der CDU-Politiker wurde in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Hauses regelrecht hingerichtet. Für den ...

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Bodenspekulation stoppen und das Klima schützen durch Bürgergeld

Mit einem Bürgergeld von 200 €/mtl. für alle in Deutschland lebenden Menschen könnte man sofort klimaschädliches Verhalten verringern und den Anstieg der Bodenpreise und Mieten bremsen Gesellschaftlicher Wandel ist möglich, wenn man, an eingefahrenen Ideologien und gekauften Lobby-Positionen vorbei, in die Zukunft schaut. Zwei Ressourcen müssen ...

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Vitos Gießen-Marburg zeigt Ausstellung „Erfasst, verfolgt, vernichtet“

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Von der Ausgrenzung über die Zwangssterilisation bis hin zur Massenvernichtung: Hunderttausende kranke und behinderte Menschen sind während des Nationalsozialismus der Selektion zwischen vermeintlich wertvollem und weniger wertvollem Leben zum Opfer gefallen. Das Schicksal dieser Menschen zeigt die Ausstellung „Erfasst, verfolgt, vernichtet“, die vom 22. Mai bis zum 25. Juni 2019 auf dem Gelände der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Gießen zu sehen ist.

Rund 400.000 Menschen wurden ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert, weil sie krank oder behindert waren. Rund 200.000 wurden ermordet –  mehr als die Hälfte davon waren Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten.

Die Frage nach dem Wert des Lebens

Mit den persönlichen Geschichten einzelner Opfer, Täter, Tatbeteiligter und Gegner des Systems will die Ausstellung ihre Besucher sensibilisieren für das, was damals geschehen ist. In Wort und Bild werden die Beurteilungen derer, die an den Verbrechen beteiligt waren, den Äußerungen von Patienten gegenübergestellt. Die Ausstellung fasst das Geschehene zusammen, beschäftigt sich mit den gedanklichen und institutionellen Voraussetzungen für die Morde und – ganz zentral – mit der Frage nach dem Wert des Lebens.

Konzipiert wurde „Erfasst, verfolgt, vernichtet“ von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zusammen mit den Stiftungen „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ sowie „Topographie des Terrors“. 2014 wurde die Schau im Deutschen Bundestag unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck eröffnet. Seitdem tourt sie als Wanderausstellung durch Deutschland und Europa.

Spannendes Begleitprogramm

Jetzt macht sie in Gießen Station. Unter Mitwirkung des Fördervereins Psychiatriemuseum / Gedenkausstellung Gießen e.V. sowie des Instituts für Geschichte der Medizin der Justus-Liebig-Universität ist es Vitos Gießen-Marburg gelungen, die Ausstellung auf dem Vitos-Gelände in der Licher Straße zu präsentieren. „Dieses dunkle Kapitel der deutschen Psychiatriegeschichte und die Schicksale der Menschen dürfen  nicht vergessen werden. Die Ausstellung hilft – zumindest im Nachhinein – den Opfern von damals Gehör zu verschaffen. Das ist uns ein großes Anliegen“, sagt Stefan Düvelmeyer, Geschäftsführer der Vitos Gießen-Marburg gGmbH.

„Erfasst, verfolgt, vernichtet“ wird am 21. Mai im Festsaal der Klinik offiziell mit einem Festakt eröffnet. Ab Mittwoch, 22. Mai 2019, ist sie dann täglich für Besucher geöffnet. Begleitend dazu gibt es ein spannendes Programm mit zahlreichen Vorträgen – etwa über die Opfer der Anstalt Kalmenhof in Idstein, die Krankentötungen in Hadamar und auch über die wissenschaftliche Forschung an kranken und behinderten Menschen. Auch eine Podiumsdiskussion zur Bedeutung des Nationalsozialismus für die Psychiatrie heute ist geplant. Die Veranstaltungen sind für alle Interessierten offen.

Ausstellungsort:
Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen
Festsaal (Haus 125)
Licher Straße 106, 35394 Gießen

  • Die kostenlose App Vitos Navi enthält das komplette Begleitprogramm zur Ausstellung und führt Besucher im Vitos-Park Gießen zum richtigen Gebäude.

Öffnungszeiten:
Täglich außer mittwochs von 12 bis 18 Uhr; mittwochs 10 bis 15 Uhr
Vom 24. bis 26. Mai ist die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt ist frei.
Besuche von Gruppen sind nach Absprache und Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Kontakt: Ulrike Becker (Vitos Gießen-Marburg) unter Tel. 0151 – 17 20 22 06

Zur Ausstellung und dem Begleitprogramm gibt es einen Flyer im PDF-Format zum Download.

Die vollständige Pressemitteilung als PDF zum Download.