BBU ruft zur Teilnahme an friedens- und umweltpolitischen Ostermärschen auf

Von BBU Als Mitglied der Kooperation für den Frieden ruft auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) in diesem Jahr wieder zur Teilnahme an den diesjährigen Ostermärschen der Friedensbewegung auf. Der BBU weist darauf hin, dass zu Ostern auch aus den Reihen der Umweltschutzbewegung in mehreren Bundesländern ...

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Bundesweit drastischer Rückgang der Feldhasen

PETA fordert von Deutschem Jagdverband sofortiges Ende der Hatz auf gefährdete Hasenpopulation Von PETA Sinnbild der Osterzeit bedroht: Die Zahl der Feldhasen geht stark zurück und die Tiere wurden bereits in der Roten Liste gefährdeter Arten aufgenommen. Im Jagdjahr 2017/18 haben Jäger 184.690 Feldhasen getötet. Vor fünf ...

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Niedriglöhne und unzureichender Mindestlohn Hauptgründe für die tiefe soziale Kluft

Trotz langer Boom-Phase (die »fetten Jahre«) arbeitet immer noch etwa ein Viertel der Lohnabhängigen in Deutschland zu Niedriglöhnen. Und: Mindestlöhne reichen selbst in Vollzeit nicht annähernd aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken und eine würdevolle Existenz im Alter zu gewährleisten. Die Konjunktur schwächelt neuerdings, aber negative ...

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Personalmangel im Krankenhaus: Olympischer Brief an Spahn kommt in Gießen und Marburg

Seit Januar reist der Olympische Brief von Krankenhaus zu Krankenhaus - durch ganz Deutschland. Vom 8.-10. April macht der Brief auf Einladung des „Aktionsbündnis Gemeinsam für unser Klinikum“ Station in Mittelhessen. Tausende Beschäftigte unterschreiben auf den langen Papierrollen in dem Metallkoffer. Sie fordern von Gesundheitsminister Jens ...

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Sackgasse Elektromobilität

Die Weltautobranche erlebte in jüngerer Zeit mehrere ökonomische und Glaubwürdigkeitskrisen. Ein Ausweg bot dabei immer: eine neue Reformidee. Katalysator. SwatchCar. Biosprit. Und jetzt das Elektro-Auto. Allen diesen „inneren Reformen“ der Autogesellschaft gemein ist: Am Ende wurden die Zahl der Autos auf dem Planeten erhöht, die ...

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Von den Vorteilen der intellektuellen Demut

Besserwisser neigen zur Überschätzung ihres Wissens und ihrer kognitiven Fähigkeiten - und sind wahrscheinlich unangenehmere Zeitgenossen Es scheint mitunter so zu sein, dass diejenigen, die am wenigsten wissen, überzeugt sind, gut informiert zu sein. Kürzlich hatten Wissenschaftler eine Studie veröffentlicht, nach der Facebook-Benutzer, denen es reicht, ...

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Damit es wieder überall summt und krabbelt – Deutschland muss ein insektenfreundliches Land werden

Das Insektensterben ist dramatisch und geht immer weiter: Laut einer aktuellen Studie verschwinden jedes Jahr zwei Prozent der Insekten weltweit, in 100 Jahren könnten sie gänzlich ausgestorben sein. An Land sind am stärksten Schmetterlinge, Käfer und Hautflügler wie Wildbienen betroffen. Der Bund für Umwelt und ...

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Zwei Drittel weniger Tagfalter

Intensiv-Landwirtschaft reduziert die Anzahl der Schmetterlingsarten Verglichen mit Flächen in Naturschutzgebieten gibt es auf Wiesen mit angrenzender Intensivlandwirtschaft nicht einmal halb so viele Tagfalterarten. Die Zahl der Individuen sinkt sogar auf ein Drittel ab. Das zeigen die Untersuchungen eines Forschungsteams um Jan Christian Habel von der ...

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„Das“ Weib: Artikel sind nicht neutral

Bewusstsein Der Widerstand gegen die gendersensible Sprache ist ermüdend. Sie ist eine Bereicherung für die deutsche Sprache und wirkt Keine öffentliche Diskussion scheint mit so wenig Wissen-(schaft) auszukommen wie die über Sprache. Hier tummeln sich Hunderte selbsternannter Fachleute, sogenannte Sprachexperten, ja sogar Sprachpäpste, die ihre Befindlichkeiten ...

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Das Verschwinden der Insekten von der Oberfläche des Kapitals

Das in Bayern durchgeführte Volksbegehren "Rettet die Bienen" und dessen Erfolg nährt Hoffnungen, die bei genauerem Hinsehen Zweifel aufkommen lassen In Bayern wurde erfolgreich ein Volksbegehren durchgeführt. Es firmierte unter dem Titel "Volksbegehren Artenvielfalt" [1], warb um Teilnahme mit dem Slogan "Rettet die Bienen!" und war ...

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Von den Vorteilen der “intellektuellen Demut”

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Besserwisser neigen zur Überschätzung ihres Wissens und ihrer kognitiven Fähigkeiten – und sind wahrscheinlich unangenehmere Zeitgenossen

Es scheint mitunter so zu sein, dass diejenigen, die am wenigsten wissen, überzeugt sind, gut informiert zu sein. Kürzlich hatten Wissenschaftler eine Studie veröffentlicht, nach der Facebook-Benutzer, denen es reicht, nur die Vorschau von verlinkten Artikeln im Newsfeed zu lesen, ihr dadurch gewonnenes Wissen gerne überschätzen. Sie seien getrieben von Gefühlen und suchten diese, es reiche ein kurzer Blick, um von ihrem angeblichem Einblick in Sachverhalte überzeugt zu sein, ohne weiter nach wirklicher Korrektheit suchen oder den gesamten Artikel lesen zu müssen. Es fehlt ein Bewusstsein über die Begrenztheit ihres Wissens.

Das lässt sich auch andersherum ausdrücken und folgt den Spuren von Sokrates, dessen Leitspruch gewesen sein soll: “Ich weiß, dass ich nichts weiß.” Was nicht heißen soll, die Scheuklappen beruhigt zu schließen, sondern mit eigenem Denken und Hinterfragen zu versuchen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Ein bisschen einfacher ausgedrückt, scheint es so zu sein, dass die Menschen, die sich und anderen gegenüber eingestehen können, dass ihr Wissen und ihre Anschauen nicht richtig sein können, also hinterfragbar sind, eigentlich mehr wissen und schlauer sind als die Wahrheitsverkünder, die von der Richtigkeit ihrer Meinungen und ihres Wissens überzeugt sind.

Psychologen unter Leitung von Elizabeth Krumrei-Mancuso von der Pepperdine University sprechen in ihrem Beitrag im Journal of Positive Psycholog von einer “intellektuellen Demut” der Menschen, die zur Selbstkritik imstande sind, weil sie akzeptieren, falsch liegen zu können. Das bedeutet letztlich auch, dass sie neugierig und bereit sind, Neues zu erfahren oder zu lernen. Wer sich intellektuell verbarrikadiert, will eben auch nichts mehr wissen und lehnt Neues ab, weil er seinen Ansichten zu sehr vertraut.

Um zu erkunden, welche Auswirkungen “intellektuelle Demut” auf das Wissen oder das Lernen hat, führten die Psychologen fünf Befragungen mit insgesamt 1200 Versuchspersonen durch. So wurden Versuchspersonen beispielsweise um die Einschätzung ihrer Problemlösungsfähigkeiten im Vergleich mit anderen Menschen gefragt und dann einem entsprechenden Test ihrer kognitiven Fähigkeiten unterzogen. Dabei stellte sich heraus, dass die “Nicht-Alles-Wisser” gerne ihre kognitiven Fähigkeiten unterschätzen, während die “Alles-Wisser” sie überschätzen. Mehr Männer gehören zu den Alleswissern als Frauen.

Die Lage ist allerdings nicht ganz einfach. In einem weiterem Test mit Studenten schnitten die Alleswisser, die zu Beginn ihres Studiums nach ihrer Selbsteinschätzung gefragt wurden, etwas besser im Notendurchschnitt ab als die Selbstzweifler. Wer leicht lernt oder weiß, dass er gute Noten erhält, ist naheliegenderweise deswegen auch von sich überzeugter. Allerdings gab ein anderer Test, der Allgemeinwissen untersuchte, dass “intellektuelle Demut” mit einem besseren Allgemeinwissen sowie mit höherer kognitiven Reflexivität und geringerer Selbsteinschätzung einhergeht.

Insgesamt ergab sich für die Wissenschaftler das Bild, dass “intellektuelle Demut” mit einer besseren Selbsteinschätzung des eigenen Wissens zusammenhängt, auch wenn die eigenen Fähigkeiten mitunter zu niedrig eingeschätzt werden. Zudem ergaben sich Korrelationen mit reflektiven Denken, intellektueller Motiviertheit, Neugier, intellektueller Offenheit und offenen Denken. Die intrinsische Lernbereitschaft ist höher, während die Neigung zum Bestrafen anderer (Vigilantismus) geringer ist.

Es gibt allerdings keine Verbindung mit besseren kognitiven Fähigkeiten. Man kann also intellektuell verschlossen sein und sich selbst überschätzen, aber genauso schlau wie die Demütigen sein. Es könnte also sein, was die Wissenschaftler vermuten, dass “intellektuelle Demut” mit gelernten Fähigkeiten und Wissensleistungen (kristalliner Intelligenz), aber nicht mit der Problemlösungsfähigkeit (fluider Intelligenz) zusammenhängt. Intellektuell Demütige – ein extremes Gegenbeispiel wäre Donald Trump – sind nicht gescheiter, sondern wohl einfach selbstreflexiver und umgänglicher, wahrscheinlich also die sympathischeren Menschen, die auf wissen wollen, was andere denken.

Florian Rötzer, telepolis, 5.4.19