Die Wirtschaft ist sicher!?

Infektionsherd Wie steht es in Zeiten der Pandemie um den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz? Neue Daten lassen klare Rückschlüsse zu Während im Zweiwochentakt neue Einschränkungen für den privaten Bereich beschlossen werden, blieb es in der Arbeitswelt lange bei Appellen an die Unternehmen, mehr Angestellten das Arbeiten von Zuhause ...

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Kreistagsfraktion Gießener Linke: Warum werden CDU und FDP erst jetzt, kurz vor den Wahlen aktiv?

„Monatelang war der CDU und FDP im Landkreis der Schutz der Bewohnter in Alten- und Pflegeheimen keinen Antrag wert.", ärgert sich Reinhard Hamel von der Kreistagsfraktion Gießener Linke. „Wenn der CDU Fraktion - nach eigener Aussage - schon zu Beginn der Pandemie klar war, dass ...

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Bauen wir Demokratie

Post-Populismus Wer die Rechte nachhaltig schlagen will, muss die Wirtschaft neu aufstellen. Überlegungen für eine soziale und klimagerechte Transformation Zu den wenigen guten Nachrichten aus dem Seuchenjahr 2020 gehört der knappe Wahlsieg des Demokraten Joe Biden über Donald Trump. Noch ist der Wechsel nicht offiziell vollzogen, ...

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Kampfdrohnen – der Mythos vom Schutz der Soldat*innen - Gezieltes Töten

Im Eiltempo wollten die CDU/CSU-Verteidigungspolitiker*innen der GroKo vor der Bundestagswahl die Bewaffnung der Bundeswehr mit Kampfdrohnen beschließen. Rüstungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) war entschlossen, die Entscheidung noch vor dem Jahresende 2020 durchzudrücken. Als gäbe es in Zeiten der Corona-Pandemie nichts Dringenderes als neue Rüstungsprojekte, erklärte AKK Mitte ...

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Gießener Linke beschließt Kandidatenliste für die Kommunalwahl im Landkreis

Auf einer Delegiertenversammlung wählten die Anwesenden den bisherigen Fraktionsvorsitzenden der Kreistagsfraktion, Reinhard Hamel, erneut zu ihrem Spitzenkandidaten. „Ich bedanke mich für das große Vertrauen und freue mich darüber, dass es uns erneut gelungen ist die linken Kräfte in Gießen in einer Bündnisliste zu vereinen. Mit dem ...

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Aus dem Osten kommt das Licht

Ex oriente lux – das Motto des lange währenden Altertums, in dem die Gelehrten der Welt, vor allem aus Europa, nach Bagdad, Isfahan, Luoyang, Ephesos, Alexandria pilgerten, um sich auf den Stand des Wissens zu bringen - in der Medizin, Physik, Mathematik, Astronomie – erfährt ...

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Gießener Linke fordert besonderen Schutz der Risikogruppen

"Was in anderen Regionen möglich ist, das sollte doch wohl auch für den Landkreis Gießen umsetzbar sein", meint der Kreisfraktionsvorsitzende Reinhard Hamel der Gießener Linke in einer Pressemitteilung. Zur Kreistagssitzung im Dezember hat seine Fraktion einen Antrag gestellt, die Schutz und Hilfen für Risikogruppen in ...

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Ausgleichsflächen nur auf dem Papier?

„Da haben wir offenbar in ein Wespennest gestochen“, schreibt Reinhard Hamel als Fraktionsvorsitzender der Gießener Kreistags-Linken in einer Presseerklärung. Hamel spricht damit die Anfrage seiner Fraktion an den Kreisausschuss zur Umsetzung von Ausgleichsflächen an. „Es gibt die gesetzliche Verpflichtung, dass Kommunen bei der Auflage eines ...

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Kreistagsfraktion Gießener Linke legt Verkehrswendebuch vor

In diesem Reader finden Sie zahlreiche Beispiele, Initiativen und Vorschläge für die Umsetzung der Verkehrswende in der Region. Dies war das Ziel unserer Veröffentlichung: Einen Beitrag zu leisten, der die Vielfalt und Qualität der vor Ort entwickelten Positionen und Konzepte aufzeigt und damit hilft, die ...

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Schülerbeförderung: Handeln statt Missstände verwalten!

Gießener Linke zeigt sich irritiert und verwundert In ihrer letzten Fraktionssitzung beschäftigte sich die Kreisfraktion "Gießener Linke" u.a. auch mit den Inhalten und Aussagen des Artikels im Gießener Anzeiger vom Samstag 22. August "Einatmen, Anhalten, Ausatmen". Keine Überraschung war die Feststellung, dass nach Schulbeginn die Busse wieder ...

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Herdentrieb bis zum Crash

Von Kurt Stenger

IWF warnt vor Gefahren für die Finanzstabilität durch »normale« Investmentfonds

Zu den bislang kaum regulierten Finanzprodukten gehören die unzähligen Investmentfonds. Das könnte sich rächen.
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 Die Risiken für die Stabilität des weltweiten Finanzsystems haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Lebensversicherer klagen über Probleme mit den Niedrigzinsen in Industrieländern, Anleger verhalten sich angesichts der ungewissen Entwicklung bei Staatsanleihen und großen Währungen zunehmend nervös. Einen Bereich der internationalen Finanzwirtschaft hatten die Regulierungsbehörden bisher gar nicht auf dem Schirm: gewöhnliche Investmentfonds. In seinem jüngsten »Bericht zur globalen Finanzmarktstabilität« weist der Internationale Währungsfonds (IWF) auf besondere Gefahren hin: Von den Fonds gingen »potenziell destabilisierende Preisdynamiken« aus, erklärte der zuständige IWF-Abteilungsleiter Gaston Gelos bei der Vorstellung der 146-seitigen Untersuchung am Montag in Berlin.

Des Beraters Liebling

Kleinanleger, die sich auf der Suche nach Alternativen zu wenig rentablen Sparbriefen an ihren Bankberater oder an Verbraucherschützer wenden, bekommen derzeit meist drei Buchstaben zu hören: ETF, die Abkürzung für »Exchange-Traded Fund«.

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Investmentfonds sind das übliche Finanzprodukt der Branche der Vermögensverwalter, die mit einer geschätzten Anlagesumme von 79 Billionen US-Dollar längst zum wichtigsten Finanzsektor angeschwollen ist. Laut IWF gehen die Gefahren nicht wie einst bei vielen Hedgefonds von besonders risikoreichen Spekulationsgeschäften aus, sondern von vermeintlich risikoarmen Investments. Es ist, könnte man salopp formulieren, der ganz normale Finanzmarktwahnsinn, der die Stabilität bedroht.

Der IWF konstatiert seit dem Jahr 2009 »einen deutlichen Anstieg des Herdenverhaltens«, wie Gelos erklärte. Genauer gesagt handelt es sich sogar um den Trieb zweier Herden: den der Anleger, die schon bei kleineren Kursrückgängen ihr Geld abziehen, was den Abwärtstrend noch verstärkt und bestimmte Fonds in Liquiditätsnot bringen kann, sowie den der Fondsmanager, die nicht aus der Reihe tanzen wollen oder können.

Auch die von Verbraucherschützern geforderte Senkung der Fondsverwaltungsgebühren könnte laut Gelos kontraproduktiv wirken: Sind die Kosten für den Verkauf der Anteile niedrig, so befördere dies das hektische Abstoßen von Fondsanteilen, was die Volatilität steigen lässt. Besonders unerfahrene Kleinanleger neigten dazu, ihr Geld schnell abzuziehen. Diese legen seit geraumer Zeit in gerne als risikoarm angepriesene ETFs an – diese passiv gemanagten Indexfonds arbeiten mit computergestützten Kauf- und Verkaufssystemen, die aus Sicht von Kritikern zu einem Brandbeschleuniger bei Crashs werden könnten.

Auf die Frage. ob das »Quantitative Easing« (QE, das Fluten der Märkte durch Zentralbanken) die Entwicklung verursacht hat, bleibt der IWF-Vertreter vorsichtig: »Wir unterstützen das QE. aber es hat Nebenwirkungen.« Niedrige Zinsen führten dazu, dass alle in ähnliche Aktiva investierten.

Der IWF fordert in seinem Bericht die Finanzaufsichtsbehörden auf, endlich die Fonds unter die Lupe zu nehmen und zu regulieren. Nur wenige Länder wie Frankreich oder Brasilien täten dies bisher. Als Möglichkeiten sieht Gelos neben der Erhebung von Daten auch die Durchführung von Stresstests und strengere Liquiditätsanforderungen.